Ein Foto bringt den Nachweis

Forscher: Luchse haben im Kaufunger Wald Nachwuchs bekommen

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Der Luchs erobert sich neue Lebensbereiche für sich: Inzwischen sind die Pinselohren auch im Kaufunger Wald heimisch.

Göttingen. Der Luchs hat den Kaufunger Wald für sich erobert. In den Wäldern im hessisch-niedersächsischen Grenzgebiet sind auch junge Luchse zur Welt gekommen.

Die bisherige Auswertung des Fotofallen-Monitorings der Universität Göttingen habe das ergeben, sagte Projektleiter Markus Port von der biologischen Fakultät. „Wir haben eine Luchsin mit Jungen fotografiert.“ Zuvor habe es schon entsprechende Beobachtungen gegeben. Wie viele Luchse in der Region leben, lasse sich aber noch nicht genau sagen.

Kameras gestohlen

Bedauerlich sei, dass Unbekannte vier der 40 Kameras gestohlen haben, mit denen die Forscher die Population erfassen wollen. Dies erschwere die korrekte Erhebung, sagte Port. Das Monitoring-Projekt, das ein Jahr lang laufen soll, sei aber nicht gefährdet.

Auch im Harz hatte die Nationalparkverwaltung Fotofallen aufgebaut, um die Zahl der Luchse zu ermitteln. Insgesamt entstanden innerhalb von 100 Tagen 268 Bilder. Die Auswertung ergab, dass sie von 15 erwachsenen Tieren und zwölf Jungluchsen gemacht wurden. Da die Kameras nur in einem Teil des Harzes installiert waren, geht die Nationalparkverwaltung nach einer Hochrechnung davon aus, dass im gesamten Harz derzeit gut 80 Luchse leben.

Seit 2000 wurden in dem Mittelgebirge im Rahmen der Wiederansiedlung 24 Luchse freigelassen, die sich vermehrt haben und auch angrenzende Regionen besiedeln. Vermutlich stammen auch die Luchse im Kaufunger Wald von den im Harz ausgewilderten Tieren ab. (lni)

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