Forschung zu Recht und Religion: Uni Göttingen erhält Förderung von EU

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Forschung an der Uni: Wissenschaftler der Göttinger Uni untersuchen das Verhältnis von Religion und Recht.

Göttingen. Wissenschaftler der Uni Göttingen sind an zwei Forschungsprojekten über das Verhältnis von Religion und Recht beteiligt, die von der Europäischen Union mit 1, 3 Millionen Euro gefördert wird.

Die Uni selbst erhält davon 370 000 Euro.

Der Kirchenrechtler Professor Hans Michael Heinig untersuche, wie das Erbe der Reformation das Verständnis von Recht in den nordischen Ländern beeinflusst habe. Die Islamwissenschaftlerin Professor Irene Schneider erforsche, wie die Scharia der früheren Zeit in islamischen Ländern für heutige Rechtsdiskurse genutzt wird.

Im Projekt „Understanding Sharia“ steht der Umgang muslimischer Staaten mit der Vergangenheit der Scharia im Mittelpunkt. Gemeint ist damit die Zeit zwischen 622 und 632, in der der Prophet Muhammad das „göttliche Recht“ anwandte. Die Wissenschaftler erforschen, wie diese Zeit in Diskussionen genutzt werde, um Gesetzgebung und Rechtsprechung zu rechtfertigen. Das teilt die Universität mit.

Im Projekt von Professor Heinig gehe es um die konfessionelle Gleichheit in den nordischen Ländern sowie um den Einfluss lutherischer Theologie auf deren staatliches Rechtsverständnis. Es werde untersucht, welche Konzepte für das Verhältnis von Religion, Recht und Staat ab dem 16. Jahrhundert entwickelt wurden.

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