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Forschungsneubau auf den Zietenterrassen in Göttingen ist Impuls für die Region

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Von: Bernd Schlegel

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Ein wichtiger Impuls für Südniedersachsen: Der Forschungsneubau der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst auf den Zietenterrassen ist eröffnet.
Ein wichtiger Impuls für Südniedersachsen: Der Forschungsneubau der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst auf den Zietenterrassen ist eröffnet. © HAWK/nh

Mit einem Forschungsneubau auf den Zietenterrassen in Göttingen gibt die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) wichtige Impulse für die Region.

Göttingen – Forschung im Bereich der Plasma- und Lasermedizin-Technologie ist in Göttingen jetzt noch besser möglich. Auf dem Campus Zietenterrassen in Göttingen wurde ein Forschungsneubau der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) offiziell eröffnet.

Rund 4,8 Millionen Euro wurden insgesamt investiert. Davon entfallen 4,3 Millionen Euro auf die Baukosten und rund 500.000 Euro auf Forschungsgroßgeräte. Hinzu kommen weitere Geräte mit einer Fördersumme von mehr als zwei Millionen Euro. Die Kosten verteilen sich anteilsmäßig auf EU-Mittel, Landesmittel und Eigenmittel der Hochschule. Der rund 1000 Quadratmeter große Neubau besitzt eine Nutzfläche von rund 760 Quadratmetern.

Dr. Sabine Johannsen, Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) lobte die Investition: „Die Plasma- und Lasermedizintechnik und dieser Forschungsneubau stehen für innovativen Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft nicht nur in Niedersachsen. Es ist ein echtes Leuchtturmprojekt – mit Strahlkraft weit über die Region hinaus.“ Mit dem Neubau setze das Land einen weiteren Impuls in der Region, der das ausgezeichnete Netzwerk der HAWK mit Hochtechnologie-Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen in diesem wichtigen Zukunftsbereich weiter stärkt.

In dem Gebäude findet angewandte Forschung im Bereich der Medizintechnik statt. Die Schwerpunkte liegen dabei auf den Bereichen Plasmamedizintechnik, Lasermedizintechnik, funktionale biokompatible Beschichtungen sowie Hygiene.

„Diese neue Forschungsinfrastruktur ergänzt am HAWK-Standort Göttingen strategisch eine Reihe von auf die Medizintechnik ausgerichtete wissenschaftliche, akademische und infrastrukturelle Maßnahmen, wie zum Beispiel den bundesweit einmaligen Gesundheitscampus Göttingen als Kooperation der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst“, betonte HAWK-Präsident Dr. Marc Hudy. „Aber insbesondere die Region Südniedersachsen profitiert – nicht nur von den technischen Entwicklungen, sondern auch von den Fachkräften, die die HAWK mit ihren innovativen Studiengängen hervorbringt“, ergänzte Präsident Hudy.

Das Forschungsgebäude ist in das vom Bund für acht Jahre mit rund 13 Millionen Euro geförderte Projekt „Plasma for Life“ integriert, das Prof. Dr. Wolfgang Viöl, HAWK-Vizepräsident für Forschung und Transfer, leitet: „Mit dem Forschungsbau haben wir jetzt den Ort für eine erfolgreiche Forschung und Entwicklung im Bereich der angewandten Plasma- und Lasermedizintechnik.“ Dabei sei die Partnerschaft „Plasma for Life“ sowohl die strategische Keimzelle als auch die Schnittstelle zwischen der stark wachsenden Zahl an Partnerunternehmen aus dem Vor- und Zuliefererbereich der Gesundheitswirtschaft und der HAWK-Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit.

Plasmabehandlung zur Wundheilung: Das Projekt „Plasmaderm“ stellten HAWK-Vizepräsident Prof. Dr. Wolfgang Viöl (2.v.l.) und HAWK-Präsident Dr. Marc Hudy Landtagspräsidentin Dr. Gabriele Andretta (links) und Staatssekretärin Dr. Sabine Johannsen vor.
Plasmabehandlung zur Wundheilung: Das Projekt „Plasmaderm“ stellten HAWK-Vizepräsident Prof. Dr. Wolfgang Viöl (2.v.l.) und HAWK-Präsident Dr. Marc Hudy Landtagspräsidentin Dr. Gabriele Andretta (links) und Staatssekretärin Dr. Sabine Johannsen vor. © HAWK/nh

Zu den konkreten Projekten, die an der HAWK auf den Zietenterrassen bereits umgesetzt wurden, gehört „Plasmaderm“. Damit können offene Wunden, zum Beispiel diabetischer Fuß oder offenes Bein, gezielt behandelt und deren Heilung deutlich verbessert werden. HAWK-Vizepräsident Viöl präsentierte die Methode Niedersachsens Landtagspräsidentin Dr. Gabriele Andretta und Staatssekretärin Johannsen.

Prof. Dr. Andrea Koch, Dekanin der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit, stellte die Fakultät und das innovative Studienangebot vor. Die Eröffnungsveranstaltung fand im neuen Hörsaal am Forschungsgebäude statt. (Bernd Schlegel)

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