Einflussreicher chinesischer Intellektueller

Forschungspreis für Gast-Wissenschaftler am Ostasiatischen Seminar

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Prof. Dr. Wang Hui: Der chinesische Forscher erhält den Anneliese Maier-Forschungspreis der Humboldt-Stiftung.

Göttingen. Die Alexander von Humboldt-Stiftung hat acht Wissenschaftler aus dem Ausland für die Anneliese Maier-Forschungspreise ausgewählt – darunter auch Wang Hui, der derzeit am Ostasiatischen Seminar an der Uni Göttingen arbeitet.

Wang Hui (Jahrgang 1959) zählt laut Stiftung zu den einflussreichsten Intellektuellen Chinas und gilt als einer der wichtigsten Experten für die chinesische Geistesgeschichte. Er betrachtet die Geschichte Chinas nicht insular, wie es sonst weit verbreitet ist, sondern im weiteren asiatischen und globalen Zusammenhang.

Neue Impulse

Der Wissenschaftler, der zeitweise Mitherausgeber der einflussreichen chinesischen Zeitschrift Dushu war, prägt nicht nur die gesellschaftspolitische Diskussion innerhalb Chinas. Auch international werden seine Arbeiten außergewöhnlich stark wahrgenommen. „Von einer Kooperation zwischen Wang Hui und der Universität Göttingen werden nicht nur Impulse für die Sinologie in Deutschland erwartet. Sie soll zudem die hiesige Forschung zu Themen wie der Globalisierung oder dem Aufstieg Chinas insgesamt um eine chinesische Perspektive erweitern“, heißt es in der Laudatio.

Die Auszeichnung ist mit 250 000 Euro dotiert. Damit werden herausragende Geistes- und Sozialwissenschaftler vergeben, die von Kooperationspartnern an deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen nominiert werden.

Mit dem Preisgeld werden Forschungskooperationen mit Fachkolleginnen und Fachkollegen in Deutschland für einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren finanziert. Der Preis soll die Internationalisierung der Geistes- und Sozialwissenschaften in Deutschland voranbringen und wird vom Bundesforschungsministerium finanziert.

www.humboldt-stiftung.de

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