Besuch im Deutschen Theater Göttingen

Fraktionschef Toepffer (CDU) in Göttingen: Land soll mehr in Kultur stecken

Vier Personen stehen auf einer Bühne vor einer kleinen Leinwand
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Gesprächsrunde im Deutschen Theater: (von links) CDU-Landtagsfraktionschef Dirk Toepffer, CDU-Stadtverbandsvorsitzende Carina Hermann, CDU-Ratsfraktionschef Olaf Feuerstein und Intendant Erich Sidler.

Wenn es nach Dirk Toepffer, Fraktionschef der CDU im Landtag in Hannover geht, sollte Niedersachsen deutlich mehr in die Kultur stecken.

Göttingen/Hannover – Das machte der Landespolitiker in dieser Woche bei einem Besuch mit der CDU-Ratsfraktion im Deutschen Theater in Göttingen deutlich.

Dort besteht riesiger Sanierungsbedarf (wir berichteten). Das Projekt kostet nach Schätzungen etwa 55 Millionen Euro Deshalb machte sich der Christdemokrat selbst ein Bild von der Situation. Zusagen gab es natürlich nicht, aber so viel: Toepffer will sich dafür einsetzen, dass die Kultur in das Regierungsprogramm der Christdemokraten für die Landtagswahl im Herbst 2022 explizit aufgenommen wird. Seine Idee ist, dass das Land Kommunen wie Göttingen bei der Sanierung ihrer Theater hilft. Schließlich sei dies nicht nur in Göttingen ein Thema. Als Beispiel nannte er das Theater in Osnabrück.

Gleichzeitig lobte Toepffer die Theaterlandschaft in Niedersachsen. Diese Spielstätten seien „weiche Standortfaktoren“ und damit wichtig für die Entwicklung der Kommunen. Toepffer lobte ausdrücklich den Göttinger Ansatz, das Theater als „gesellschaftlichen Raum“ zu begreifen und über andere Formate, zum Beispiel Wahlforen oder Veranstaltungen zum Klimaschutz, neue Zielgruppen ins Haus zu holen. Dadurch werde das Theater zum Ort der intellektuellen Auseinandersetzung.

Gleichzeitig sprach Toepffer das Problem der laufenden Finanzierung der Theater in Niedersachsen an. Jetzt habe man über die „politische Liste“ im aktuellen Etatentwurf eine Summe 440 000 Euro ausgeglichen. Die Politik müsse reparieren, weil das Kulturressort wegen der schlechten finanziellen Ausstattung sparen müsse, sprach er das Problem konkret an. Deshalb will er ein „Kulturfördergesetz“ auf den Weg bringen.

Erich Sidler, Intendant des Deutschen Theaters, freute sich über die Visite in seinem Haus. Er sei froh über ein solches Gespräch. (Bernd Schlegel)

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