Vernissage am Samstag

"Frauen bewegen Kirche": Katholische Dekanate stellen in der Göttinger Galerie "Alte Feuerwache" aus

+
Malerin Vanessa von Wendt (von links), die Untereichsfeld-Dekanatsfrauenseelsorgerin Bea Michels und Gemeindereferentin Barbara Matusche mit dem eigens für die Ausstellung gemalten Bild „Liebe II“.

Göttingen – Das gemeinsame Projekt „Frauen bewegen Kirche“ der katholischen Dekanate Göttingen und Untereichsfeld veranstaltet in der Galerie „Alte Feuerwache“ eine Ausstellung mit Arbeiten der Malerin Vanessa von Wendt.

Die Vernissage findet am morgigen Samstag, 1. Februar, um 16 Uhr statt.

„Wir haben uns die Frage gestellt, wie wir der Geschichte der Frauen innerhalb der Kirche mehr Tiefe verleihen können und vor zwei Jahren dann zwei Jahren haben wir mit diesem Projekt begonnen“, sagt Barbara Matusche, Gemeindereferentin des katholischen Kirchendekanats Göttingen. Die Idee sei es gewesen, „mit verschiedenen Veranstaltungen aus der Kirche herauszugehen und zu versuchen, Menschen auch über den Kirchturm hinaus zu erreichen“. Ein Weg dazu sei unter anderem die Ausstellung mit Bildern der in Göttingen geborenen und jetzt in Berlin lebenden Künstlerin Vanessa von Wendt.

„Der Kontakt zu Vanessa kam über ihre Eltern, die selbst bei uns in der Kirche aktiv sind“, sagt Barbara Matusche. „Ich bin selbst gläubige Katholikin und mache derzeit ein Fernstudium der Theologie“, sagt von Wendt. „Das mit der Ausstellung passt auch deshalb gut, weil ich selbst eine Frau bin und mich in meinen Arbeiten zwar nicht ausschließlich, aber immer mal wieder mit Glaube und Kirche beschäftige.“

Für ihre Ausstellung mit dem Titel „Mädchen steht auf“ hat die 35-Jährige, die in Düsseldorf ein Studium der Freien Kunst absolviert hat, 28 Bilder mitgebracht. Eines davon mit dem Titel „Liebe II“ hat sie eigens für die Ausstellung gemalt. „Um den gekreuzigten Jesus finden sich darauf unterschiedliche Ausschnitte szenischer Darstellungen aus seinem Leben sowie einzelne Darstellungen von Heiligen“, beschreibt von Wendt das rund zwei Meter breite und mehr als einen Meter hohe Acrylgemälde.

„Im Bildaufbau und in der Hinordnung zu Christus ist keine Differenzierung zwischen Mann und Frau, alt oder jung, krank oder gesund, helfend oder Hilfe empfangend zu erkennen“, sagt sie. Dadurch passe es thematisch so gut zu der Ausstellung und dem Projekt.

„Unser Hauptziel ist es, junge Menschen zu erreichen und eventuell sogar für unser Projekt zu gewinnen“, sagt Barbara Matusche. Außerdem wolle man den Frauen ihre Bedeutung für die Kirche bewusst machen.

Dafür gibt es im Rahmen der Ausstellung in der Galerie „Alte Feuerwache“ zwei weitere Projektveranstaltungen: Einen „Bibliolog“ mit Barbara Matusche unter dem Titel „Mädchen steh auf“ (Donnerstag, 6. Februar, 18 Uhr, Galerie „Art Supplement“ in der Burgstraße) sowie eine Diskussionsrunde zum Thema „Diakonat und Priestertum der Frau“ mit Dechant Wigbert Schwarze und Dekanatsfrauenseelsorgerin Bea Michels (Donnerstag, 13. Februar, 19 Uhr, Galerie „Alte Feuerwache“). 

Die Ausstellung „Mädchen steh auf“ von Vanessa von Wendt ist bis zum 20. Februar montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr und von 15 bis 18 Uhr sowie sonntags von 11 bis 13 Uhr in der Galerie „Alte Feuerwache“ am Ritterplan zu sehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.