Göttingen

Frauen-Notruf Göttingen erhält 4000 Euro vom Zonta Club

In einer Reihe stehen von links: Isabelle Rosentreter (Zonta Club Göttingen), Ute Eichhorn-Gödecke (Gutschein-Gewinnerin aus der Zonta Benefiz-Aktion), Claudia Meise (Frauen-Notruf Göttingen) und Claudia Weitemeyer (Präsidentin Zonta Club Göttingen).
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Scheckübergabe an den Frauen-Notruf (von links): Isabelle Rosentreter (Zonta Club Göttingen), Ute Eichhorn-Gödecke (Gutschein-Gewinnerin aus der Zonta Benefiz-Aktion), Claudia Meise (Frauen-Notruf Göttingen) und Claudia Weitemeyer (Präsidentin Zonta Club Göttingen).

Der Zonta Club hat dem Frauen-Notruf Göttingen 4000 Euro gespendet. Unter anderem für eine neue Sicherheitstür und Verpflegungskosten für Betroffene wird das Geld verwendet.

Göttingen – Ein Service-Club berufstätiger Frauen, der Zonta Club Göttingen, spendete kürzlich 4000 Euro an den Frauen-Notruf. Das Geld hatte der Club durch Wohltätigkeitsaktionen gesammelt, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Spende von Zonta werde unter anderem für die Finanzierung einer neues Sicherheitstür nach einem Einbruchsversuch in die Beratungsstelle, die Anschaffung weiterer FFP2-Masken und Corona-Schnelltest-Kits sowie Plexiglasscheiben und Raumluftfilter verwendet.

Außerdem würde auch immer wieder Geld benötigt, um kurzfristig und unbürokratisch Fahrt- und Verpflegungskosten für Betroffene auszulegen.

4000 Euro für Göttinger Frauen-Notruf: Gutscheinverlosung als Anreiz

Zusammengekommen war das Geld unter anderem durch eine Strick- sowie eine Geschenkaktion zum Valentinstag, bei der der Club Geschenksets verkauft und die Mitglieder diese coronkonform an die Beschenkten ausgeliefert hatten.

„Das Hotel Freigeist Göttingen erhöhte mit einem großzügigen 100-Euro-Gutschein, der im Anschluss verlost wurde, den Anreiz für eine Beteiligung an der Aktion“, heißt es in der Mitteilung weiter.

4000 Euro für Göttinger Frauen-Notruf: Mehr Anrufe seit Pandemiebeginn

Seit Beginn der Corona-Pandemie hätten sich fast 30 Prozent mehr Frauen an den Frauen-Notruf gewandt. „Das ist nur die Spitze vom Eisberg“, sagt Claudia Meise vom Beratungs- und Fachzentrum für sexuelle und häusliche Gewalt, das den Frauen-Notruf betreibt.

„Die Dunkelziffer wird viel höher sein, denn vielen Frauen fehlt der Mut, sich Hilfe zu suchen und die Pandemie hat mit der Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus für die Betroffenen eine weitere Hemmschwelle aufgebaut“, sagt sie.

18 Prozent mehr Polizeiprotokolle zu häuslicher Gewalt zur Kenntnisnahme und 26 Prozent mehr Bezugspersonen, die sich an den Frauen-Notruf gewendet haben, seien eine weitere Folge. In rund 1000 Fällen im Erwachsenenbereich leistete der Frauen-Notruf in 2020 Hilfe und Unterstützung. (Sarah Schnieder)

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