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Frauenmord in Göttingen: Angeklagter zeichnete Gespräche mit erwürgter Ex-Freundin auf

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Von: Heidi Niemann

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In einem Haus an der Wiesenstraße in Göttingen soll der 44-Jährige seine Ex-Freundin erwürgt haben.
In einem Haus an der Wiesenstraße in Göttingen soll der 44-Jährige seine Ex-Freundin erwürgt haben. © Stefan Rampfel

Vor dem Landgericht Göttingen wird der Mord an einer 51-jährigen Frau verhandelt. Ein 44-jähriger IT-Spezialist soll seine Ex-Freundin erwürgt haben.

Göttingen – Im Prozess um den gewaltsamen Tod einer 51-jährigen Frau in Göttingen hat am Montag (28.03.2022) ein Polizeibeamter vor dem Landgericht Göttingen einige Ermittlungsergebnisse erläutert. Diese wurden bei der Auswertung digitaler Daten gewonnen. Demnach hat der aus Hannover stammende Angeklagte am Vorabend der Tat seine Ex-Freundin in Göttingen besucht. Dies ergebe sich aus einer Audioaufnahme auf dessen sichergestelltem Handy, berichtete der Polizist.

Auf dem Handy sei eine App installiert gewesen, mit der sich Telefongespräche aufzeichnen lassen. Der 44-Jährige habe damit auch den rund dreieinhalb Stunden dauernden Besuch bei seiner Ex-Freundin aufgezeichnet. Auf der Aufnahme sei zu hören, dass die 51-Jährige nicht nur überrascht, sondern auch verärgert über seinen unangekündigten Besuch gewesen sei.

Frauenmord in Göttingen: Täter soll Opfer gewürgt haben, bis sie tot war

Der 44-jährige IT-Spezialist ist wegen Mordes angeklagt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, am 25. August vergangenen Jahres seine ehemalige Freundin in deren Wohnung in der Wiesenstraße in Göttingen erwürgt zu haben.

Laut Anklage soll er die 51-jährige Frau, die sich einige Zeit zuvor von ihm getrennt hatte, am Tattag in ihrer Wohnung aufgesucht haben. Dort soll er zunächst ein friedliches Verhalten vorgetäuscht und dann die Klinikmitarbeiterin völlig überraschend angegriffen haben. Damit sie nicht um Hilfe rufen konnte, habe er sie plötzlich gewürgt und so lange zugedrückt, bis sie tot war.

Angeklagter bestand auf ein Treffen unter vier Augen mit Ex-Freundin

Rund zwei Wochen vor dem Mord hatte der Angeklagte ein Telefongespräch mit seiner Ex-Freundin aufgezeichnet, in der es um die Trennung ging. Offenbar hatte die 51-Jährige nach einem gemeinsamen Urlaub den Entschluss gefasst, dass sie die Beziehung nicht fortführen wollte.

Der Angeklagte habe auf ein Treffen unter vier Augen in ihrer Wohnung gedrungen und gefragt, ob ihr Sohn in den Ferien für einige Tage wegfahren würde. Sie habe keine Notwendigkeit für ein solches Treffen gesehen, der Angeklagte habe aber darauf bestanden, berichtete der Polizist. Der Prozess ist bis Ende Mai terminiert. (Heidi Niemann)

Zum Prozessauftakt des Mordprozesses am Göttinger Landgericht wurde eine Sportuhr als Beweismittel sichergestellt.

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