Frequenz-Auktion: Güntzler hofft mit Erlös auf Breitband-Ausbau in der Region

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Mobilfunkmasten: Der Göttinger Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler wünscht sich, dass mit dem Erlös aus den Frequenzversteigerungen der Breitbandausbau in Südniedersachsen vorangetrieben wird.

Göttingen. In dieser Woche begann die Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen: Der Göttinger Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler (CDU) hofft darauf, dass der Bund daraus hohe Erlöse erzielt, um den Breitbandausbau insbesondere in Südniedersachsen voranzutreiben.

Hintergrund: Der Bund will seinen Teil der Versteigerungserlöse konsequent für die Förderung des Ausbaus des schnellen Internets gerade im ländlichen Raum verwenden. Bis 2018 sollen Funklöcher in Deutschland der Vergangenheit angehören.

Die Bundesnetzagentur versteigert seit Mittwoch vor allem Funkfrequenzen aus dem 700-Megahertz-Bereich. Bislang werden diese für das digitales Antennen-Fernsehen (DBV-T) genutzt. Aber durch die Umstellung auf ein fortschrittlicheres Verfahren werden diese Frequenzen frei. Der 700-Megahertz-Bereich eignet sich für den Breitbandausbau in ländlichen Gebieten besonders gut. Hintergrund: Die Netzbetreiber können mit einer vergleichsweise geringen Anzahl von Funkstationen das schnelle Internet in wenig erschlossene Gebiete bringen.

„Davon könnten vor allem die Gemeinde Scheden, Teile der Gemeinde Gleichen, der Samtgemeinden Radolfshausen und Gieboldehausen und der Stadt Herzberg profitieren“, sagte Güntzler. Dort sei die Breitbandverfügbarkeit laut Breitbandatlas, den der TÜV Rheinland im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur Ende 2014 veröffentlich hat, in Südniedersachsen am geringsten.

Drei Bieter im Rennen

Drei große Mobilfunkanbieter nehmen an der Versteigerung teil: die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica. Die Käufer müssen sich verpflichten, in den Ausbau hochleistungsfähiger Netze zu investieren. Außerdem sollen die Mobilfunkunternehmen mit den Frequenzen die Versorgung mit mobilem Breitband verbessern. Flächendeckende Hochgeschwindigkeitsnetze seien eines der Kernziele der Digitalen Agenda der Bundesregierung, sagte Güntzler.

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