Freundeskreis-Demo am Samstag: Polizei trennt Rechte und Linke

Bekannte Szenerie: Polizeieinsatzkräfte haben Absperrgitter aufgebaut und trennen so Gegendemonstranten vom Kundgebungsort des Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen am Bahnhof in Göttingen. So war es am 11. Februar, so wird es am Samstag wieder sein. Foto: Kopietz

Göttingen. Ein Mitglied des rechten Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen hat für Samstag eine Kundgebung vor dem Bahnhof angemeldet.

Die Stadt hat diese genehmigt. Die Polizei wertet die Aktion als Reaktion auf die Razzia gegen das Umfeld des Freundeskreises in dieser Woche. Sie wird mit einem Großaufgebot von Beamten vor Ort sein.

Mobilisierung der Linken

Am Freitagmittag waren noch keine Gegendemonstrationen angemeldet worden. Die Polizei geht aber von Aktionen aus und ist „auf eine erfahrungsgemäß schnell eintretende Mobilisierung insbesondere aus den Reihen der linken Szene und den damit einhergehenden Szenarien“ vorbereitet. Man wolle den reibungslosen Ablauf sowohl der Kundgebung vor dem Bahnhof als auch von möglichen Gegenprotesten gewährleisten, ein Aufeinandertreffen von gewaltbereiten Teilnehmern zu verhindern.

Verkehrsbehinderungen

Deshalb wird es um den Bahnhof zu Verkehrsbehinderungen kommen. Der Parkplatz – Ostseite – des Bahnhofs wird vom frühen Samstagmorgen gesperrt sein. Ein Befahren ist ebenfalls nicht möglich. Auch Taxen können den Eingangsbereich nicht anfahren. Die Taxen stehen dann nur noch vor der Hauptpost.

Weitere Straßen- und Verkehrssperrungen versucht die Polizei zu vermeiden oder so schnell wie möglich wieder aufzuheben. Wer kann, der sollte aber den Einsatzbereich Bahnhof umfahren.

Mehrere hundert Beamte aus Göttingen und von der Bereitschaftspolizei Niedersachsen stehen vor diesem Hintergrund zur Lagebewältigung bereit, teilt die Polizei mit.

Aggressive Stimmung

Verantwortlicher Mann wird Polizeidirektor Rainer Nolte sein, der mit „einer emotional sehr aufgeheizten, aggressiven Grundstimmung“ rechnet. Nolte geht auch von lautstarken Provokationen aus beiden Lagern aus.

Nolte kündigt an, dass die Polizei einerseits auf eine starke Präsenz, andererseits auf Dialog und schnelle Information – auch mit Lautsprecherdurchsagen – setze. So werden auch Aktionen der Polizei angekündigt. Konfliktmanager und Pressesprecher werden zudem rund um den Bahnhof unterwegs und ansprechbar sein.

Polizei twittert

Die Polizei Göttingen wird erneut via Kurzmitteilungsdienst Twitter über den Einsatz ab neun Uhr berichten. Unter @Polizei_GOE können alle Interessierten der Polizei Göttingen folgen.

Bei der letzten Kundgebung des rechten Freundeskreises waren am 11. Februar lediglich drei Mitglieder mit einem Lautsprecherwagen am Bahnhof aufgetaucht. Die Polizei trennte sie von etwa 150 Gegendemonstranten. Es kam zu keinen Gewalttätigkeiten. (tko)

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