Fridays-For-Future-Proteste

Göttinger gegen den Bau eines Logistikgebietes bei Neu-Eichenberg

Für besseren Klimaschutz: Lilian (links) und Ella waren bei Fridays For Future am Göttinger Bahnhof dabei. Foto: MAURICE MORTH

Göttingen – Am Freitag nach den Ferien gingen in Göttingen erneut Schüler auf die Straße, um für einen besseren Klimaschutz zu demonstrieren.

Auf dem Bahnhofsvorplatz stand ein Streitpunkt auf dem Tagesplan, der besonders Bewohner des angrenzenden hessischen Werra-Meißner-Kreises bewegt: Der mögliche Bau eines Logistikgebietes auf Ackerboden in der Gemeinde Neu-Eichenberg.

Nicht nur würde wertvoller Boden zerstört, die entstandenen Schäden seien auch nach Abzug der Industrie nur schwer zu rekultivieren, so die Kritik der Demonstranten. Passend dazu änderten die Fridays For Future-Teilnehmer auch ihren bekannten Slogan „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!“ in „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns den Ackler klaut!“. Die Zahl fruchtbarer Böden sei auf der Welt stark beschränkt. Weltweit würde pro Kopf nur ein Drittel eines Fußballfeldes für Bewirtschaftung zur Verfügung stehen. Wegen der steigenden Weltbevölkerung würde sich das weiter verschärfen.

Es gelte, wieder mehr auf die Wertschätzung von Böden hinzuarbeiten. Philosophisch wurde es gegen Ende der einstündigen Kundgebung am Bahnhof: „Hätten unsere Vorfahren den Planeten Erde genannt, wenn ihnen der Wert der Böden nicht bekannt gewesen wäre?“, schloss ein Demonstrant seinen Redebeitrag.

Im Anschluss ging es für etwa 50 Demonstranten mit dem Zug weiter nach Neu-Eichenberg, um dort gemeinsam mit der dortigen Bürgerinitiative gegen das geplante Logistikgebiet zu demonstrieren.  mmo

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.