Gegen Lebensmittel-Verschwendung

Fridays for Future-Gruppe verschenkt Lebensmittel bei spontaner Demo in Göttingen

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Sie verschenken Lebensmittel in der Göttinger Innenstadt: Mitglieder der F ridays for Future-Ortsgruppe verteilen Brot, Brötchen und Aufstrich, die bei der Streikwoche übrig geblieben sind. Währenddessen räumt eine andere Gruppe das Camp vor dem Deutschen Theater auf. 

Als Aktion nach ihrer Streikwoche rief die Göttinger Ortsgruppe von Fridays for Future zu einer spontanen Demonstration in Göttingen auf.

Am Freitagmittag trafen sich einige Mitglieder von Fridays for Future und Teilnehmer der Streikwoche vor dem Alten Rathaus. Dort verschenkten sie übriggebliebene Lebensmittel, die während der Streikwoche nicht gebraucht wurden. 

Anschließend zogen sie in einem Demonstrationszug durch die Innenstadt zum Neuen Rathaus. „Wir wollen zeigen, dass uns nicht der Atem ausgegangen ist“, sagte Gianna Mascioni von der Fridays for Future-Ortsgruppe. Zum Anlass nehmen die Demonstranten den am Mittwoch veröffentlichten Bericht des Weltklimarats. 

Demnach steigt Meeresspiegel drastisch an und die Meere versäuern. Dies zeige, welche Konsequenzen die Klimakrise jetzt schon hat, heißt es in einer Mitteilung. Auch von der lokalen Politik fordern die Jugendlichen klimagerechtes Handeln.

Gegen Verschwendung

Nicht nur für den Klimaschutz wollten die Jugendlichen ein Zeichen setzen. Sie sprachen sich am Freitag auch gegen Lebensmittelverschwendung aus. „Wir haben diese Woche immer mal wieder Essen in der Stadt verteilt, das nicht aufgebraucht wurde“, sagte Pauline Giesbert von der Fridays for Future-Ortsgruppe. 

Vor allem Brot und Brötchen waren übrig, denn Bäckerein wie Küster und das Backhaus gaben ihre nicht verkauften Produkte an das Streik-Camp. Lebensmittel dürfen nicht verschwendet werden, findet Pauline Gilbert. „Es ist ein Widerspruch, dass Tonnen an Lebensmitteln täglich weggeschmissen werden und trotzdem Menschen verhungern.“

Das Streik-Camp war gut besucht

Das Streik-Camp war gut besucht, berichtete Pauline Giesbert. Viele Menschen hätten Interesse an den Angeboten gezeigt, darunter auch viele Erwachsene. Und das nicht nur vormittags, sondern auch am Nachmittag. „Wir hatten viele tolle Workshops und Vorträge und es waren viele tolle Menschen da“, sagte sie. 

Durch das abwechslungsreiche Bildungsprogramm hätten die Jugendlichen sowohl inhaltlich als auch methodisch viel dazu gelernt, ergänzt Gianna Mascioni.

Vorwürfe, dass die Demonstranten durch ihr Camp viel Müll verursacht hätten und diesen nicht wegräumten, sieht Pauline Giesbert eher gelassen: „Während wir hier Essen verschenken ist eine andere Gruppe im Camp geblieben und räumt auf. Menschen, die so etwas behaupten, waren noch nie bei einer unserer Demos.“

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