Kundgebung am Gänseliesel

Göttinger Friedensforum fordert: Kein Rüstungswahnsinn

Das Göttinger Friedensforum stellte bei einer Kundgebung am Gänseliesel konkrete Forderungen an die nächste Bundesregierung.
+
Das Göttinger Friedensforum stellte bei einer Kundgebung am Gänseliesel konkrete Forderungen an die nächste Bundesregierung.

Zu einer Kundgebung auf dem Marktplatz in Göttingen hatte das Göttinger Friedensforum am Wochenende aufgerufen. Die Aktion war Teil einer bundesweiten Aktionswoche, mit der die Friedensbewegung in den Bundestagswahlkampf eingreifen und ihre Forderung nach Abrüstung und Entspannungspolitik öffentlich machen möchte.

Göttingen – Mit sogenannten Wahlprüfsteinen zur Friedenspolitik, die das Göttinger Friedensforum zu den Themen Rüstungsausgaben, Atomwaffenverbotsvertrag, bewaffnete Drohnen der Bundeswehr und Waffenexporte formuliert hat, können Bundestagskandidaten im Wahlkampf von jedem Wähler und jeder Wählerin konfrontiert werden.

„Wir fordern von der zukünftigen Bundesregierung eine Politik, die gemeinsame Sicherheit statt Drohungen zum Ziel hat“, sagt Ecki Stedeler vom Göttinger Friedensforum.

„Während Kriege, Gewalt, die Klimakrise und die Corona-Pandemie sowie soziale Ungleichheiten das Leben auf der Welt gefährden und die Entwicklungsmöglichkeiten von Menschen einschränken, werden weiterhin Geldsummen in Milliardenhöhe für Rüstung eingeplant und ausgegeben“, ist auf einem Flyer des Göttinger Friedensforums zu lesen. So koste eine Flugstunde des Kampfjets Eurofighter knapp 68.000 Euro, der Bau einer Sozialwohnung hingegen würde nur rund 60.000 Euro kosten. Oder: Der geplante Kauf von 45 atombombenfähigen F-18-Kampfflugzeugen würde mit 7,47 Milliarden Euro genau so viel verschlingen wie 100.000 Intensivbetten, 30.000 Beatmungsgeräte, 60.000 Pflegekräfte und 25.000 Ärzte zusammen. (Stefan Rampfel)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.