Pfadfinderaktion

Friedenslicht aus Bethlehem kam mit einer Stunde Verspätung in Göttingen an

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Das Friedenslicht kam mit einer Stunde Verspätung am Bahnhof Göttingen an: Es wurde von Pfadfindern und Vertretern von Gemeinden geholt. Eine Gruppe aus der Nähe von Wanfried brachte das Licht zum Gottesdienst nach Aue.

Pfadfinder und Vertreter von Kirchengemeinden, die am Sonntag das Friedenslicht aus Bethlehem am Göttinger Bahnhof abholen wollten, mussten Geduld mitbringen. Der ICE, der das Friedenszeichen nach Südniedersachsen brachte, hatte eine ganze Stunde Verspätung.

Grund war laut einer Ansage am Bahnsteig ein „technisches Problem an einem anderen Zug“. Außerdem war der schnelle Triebwagen nur mit einem Zugteil unterwegs. Deshalb wurde es für die Pfadfinder, die für die Verteilung des Friedenslichts sorgte, ziemlich eng. Einige waren vermutlich auf andere Zugverbindungen ausgewichen.

Zu den Interessierten, die sich das Licht für den Gottesdienst abholten, gehörten Manuela Gerhardt, Nina Kuric, Michaela Beckmann und Diana Bachmann aus Wanfried-Aue. Dort wurde der Kerzenschein noch am Sonntag bei einem Adventsgottesdienst an die vielen Besucher weitergegeben. Der Erlös einer Spendenaktion geht an eine Jugendliche, die an Krebs erkrankt ist.

Für den Adventsgottesdienst in der Thomaskirche auf dem Göttinger Leineberg holten Hans-Dieter Sweers und Doris Deppe das Licht. Auch ein Pfadfinderstamm aus Walkenried war mit einer kleinen Abordnung zum Bahnhof Göttingen gekommen.

Das Licht hat bereits eine weite Reise hinter sich: Es wurde in Bethlehem von einem Kind entzündet und zunächst per Flugzeug nach Wien gebracht. Am Samstag gab es einen zentralen Aussendungsgottesdienst in Österreich. Von dort aus wurden die brennenden Kerzen mit einem Nachtzug nach München gebracht. Anschließend ging es mit dem ICE Richtung Hamburg – und damit nach Göttingen. In Deutschland wird das Licht als Gemeinschaftsaktion des Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP), des Bundes Moslemischer Pfadfinder und Pfadfinderinnen Deutschlands (BMPPD), der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), der Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG), des Verbands Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) sowie des Verbands Deutscher Altpfadfindergilden (VDAPG) weitergegeben. Diesmal stand die Aktion unter dem Motto „Mut zum Frieden“.

Ursprünglich ins Leben gerufen wurde die Aktion im Jahr 1986 vom oberösterreichischen Landesstudio des ORF. Mittlerweile ist sie zu einem Weihnachtsbrauch in mehr als 30 europäischen Ländern geworden.  bsc

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