Göttinger Antrag hat Jury überzeugt

Fünf Millionen Euro für das Forum Wissen

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Lichtstrahl am Horizont: Für das Wissenschaftsmuseum „Forum Wissen“ im Gebäude des Zoologischen Intitutes am Bahnhof kommen fünf Millionen Euro aus einem Städtebau-Fördertopf.

Göttingen. Das Projekt Museum „Forum Wissen“ in Göttingen ist einen großen Schritt vorangekommen: Aus Berlin werden fünf Millionen Euro fließen.

Das teilten die Göttinger Bundestagsabgeordneten Fritz Güntzler (CDU) und Thomas Oppermann (SPD) am Donnerstagvormittag mit: „Der Göttinger Antrag hat die Jury überzeugt.“

Für den Bau des Wissenschaftsmuseum im Zoologischen Institut am Bahnhof werden laut Universitätspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel etwa 16 Millionen Euro benötigt. Das Museum ist als Kooperationsprojekt von Universität und Stadt geplant und wird nun aus dem Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bauen und Reaktorsicherheit gefördert. Den Antrag für die Förderung hat die Stadt Göttingen gestellt. Aus diesem Topf sind bereits 4,5 Millionen Euro für ein weiteres Göttinger Vorhaben, das Kunstquartier in der Innenstadt, zugesagt worden, wo in Eigenregie der Verleger Gerhard Steidl in Eigenregie den ersten Teil, das Günter-Grass-Archiv, gebaut hat.

Zurück zum Wissenschaftsmuseum: 1873 gab es in dem neoklassizistischen Gebäude südlich des Bahnhofsgeländes ein Naturkundliches Museum, das schon 1773 im Papendiek eingerichtet worden war.

Der Werksteinbau werde nun in seine ursprüngliche Funktion zurückgeführt, heißt es in der Begründung der Vergabejury.

In dem Museum sollen Auszüge aus mehr als 30 universitären Sammlungen – insgesamt gibt es mehr als 50 Teilsammlungen – sowie aktuelle Ausstellungen zu sehen sein. Das Forum Wissen soll aber nach Konzeption der Uni auch ein Ort sein, wo Forschung erlebbar gemacht wird – Besucher den Wissenschaftlern bei ihrer Arbeit zuschauen, Interessierte, Schüler und Studenten eingebunden werden könnten. Außerdem soll in einer Basisausstellung „Wissen-Schaffen“ auf die Entwicklung der Wissenschaft eingegangen werden – am Beispiel der weltweit angesehenen Georg-August-Universität. Auch soll es modern aufbereitete Themen- Sonderausstellungen geben.

Mit der Entwicklung ist die Zentrale Kustodie um Leiterin Dr. Marie-Luisa Allemeyer beauftragt – in enger Abstimmung mit dem Präsidium der Universität. In der Stadt werden auch die Pläne von der Politik, das Städtische Museum mit den Forum Wissen zu verknüpfen diskutiert.

„Wir freuen uns sehr, dass der gemeinsame Antrag erfolgreich war“, sagt Ulrike Beisiegel.. Damit werden der besondere nationale Rang des Kooperationsprojekts und seine hohe fachliche Qualität bestätigt. Die Sanierungsarbeiten sollen 2016 beginnen. Der Umbau wird in mehreren Stufen erfolgen. Gegenwärtig laufen laut Beisiegel erfolgreich Gespräche über eine weitere finanzielle Unterstützung mit der Politik und Wirtschaft.

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