Göttingen

Fünf neue „Grüne Hausnummern“: Göttingen zeichnet Bauherren für Klima- und Ressourcenschutz

Susanne Et-Taib von der Hausverwaltungsgesellschaft H + G Göttingen und Eva Holst stehen mit Masken vor den Gebäuden Kornmarkt 8 und 9; Susanne Et-Taib hält die Bestätigung über die „Grüne Hausnummer“ in der Hand
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Auszeichnung: Stellvertretend für die Haueigentümerin des Gebäudekomplexes Kornmarkt 8 und 9 bekam Susanne Et-Taib (links) von der Hausverwaltungsgesellschaft H + G Göttingen die Grüne Hausnummer von Eva Holst überreicht.

Wer als Hauseigentümer vorbildlich auf Energieeffizienz, Klima- und Ressourcenschutz achtet, kann ausgezeichnet werden – so wie kürzlich bei einigen Häusern in Göttingen.

Göttingen – Seit 2018 verleiht die Stadt Göttingen eine „Grüne Hausnummer“ an Gebäudeeigentümer, die beim Bau oder der Sanierung ihrer Häuser in besonderem und vorbildlichem Maße auf Energieeffizienz, Klima- und Ressourcenschutz achten. Am 19. Juni wurden sechs weitere Grüne Hausnummern vergeben – fünf davon in der Innenstadt und eine im Ostviertel.

„Die Grüne Hausnummer ist ein kleines, aber sehr feines Projekt in unserem Klimaschutz-Repertoire“, betonte Eva Holst vom Referat für Nachhaltige Stadtentwicklung der Stadt Göttingen im Rahmen eines Stadtrundgangs, bei dem sie die jetzt ausgezeichneten Häuser und ihre Geschichte vorstellte.

Grüne Hausnummern in Göttingen: Vier Plaketten mitten in der Innenstadt

„Die energetische Sanierung von Gebäuden ist eine der größten, aber auch eine der schwierigsten Stellschrauben beim Klimaschutz“, so Holst. In der fünften Runde der Grünen Hausnummer drehe sich alles um denkmalgeschützte Gebäude, erstmalig auch um flächensparendes Wohnen.

„Vier neue Plaketten sind nach der Verleihung mitten in der Innenstadt, also quasi rund um das Gänseliesel sichtbar“, sagte Eva Holst. Die historischen Gebäude befänden sich im sogenannten „mittelalterlichen Circulus“, wie die Bebauung der ersten Gildehäuser südlich des Markts genannt wurde.

Grüne Hausnummern in Göttingen: Kurze Straße und Ostviertel

Eine weitere Plakette finde man nicht weit entfernt in der Kurzen Straße. „Die Maßnahmen zeigen, dass auch unter Wahrung der baukulturellen Merkmale wie Fachwerk, Fenstergliederung oder Dachlandschaft energetische Sanierungen möglich sind und somit zu den Göttinger Klimaschutz-Zielen beitragen können“, so Eva Holst.

Rundgang: Während einer Führung durch die Innenstadt stellte Eva Holst (Bildmitte) den Interessierten die sechs ausgezeichneten Häuser vor.

Die sechste neue Plakette befindet sich vor den Toren der Innenstadt. Im Ostviertel trifft man dabei auf ein Haus, das ein neues Vergabekriterium erfüllt. „Wer an klimabewusstes Bauen denkt, denkt zunächst vor allem an Wärmedämmung, Solaranlagen und eine effiziente Heizungsanlage“, sagte die Expertin.

Grüne Hausnummern in Göttingen: Seit 2018 insgesamt 36 Gebäude

Doch nicht nur die Energieeffizienz eines Gebäudes spiele für den Pro-Kopf-Verbrauch eine Rolle, sondern auch die Wohnfläche pro Person. Auserkoren wurde ein Haus aus dem Gebäudestand der Göttinger milden Stiftung mit energetischer Sanierung von Dach und Fenstern. „Die dort lebende Senioren-WG am Goldgraben zeigt, wie man auf wenig Fläche gut gemeinsam leben kann“, bemerkte Eva Holst.

Die Grüne Hausnummer ist eine Plakette, die neben der eigenen Hausnummer angebracht wird und so gut sichtbar auf das vorbildliche Engagement hinweist. Die Auszeichnung richtet sich an alle privaten und gewerblichen Eigentümer von Gebäuden, die bestimmte Energiestandards erfüllen.

Dabei werden sowohl Neubauten, Sanierungen als auch flächensparendes Wohnen berücksichtigt. Seit 2018 wurden insgesamt 36 Gebäude mit der Grünen Hausnummer versehen. Sie sind online (klimaschutz.goettingen.de) zu finden. (Per Schröter)

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