Ermittlungen dauern an

Fünfjähriger Junge stirbt im heimischen Pool: DLRG warnt vor „tödlicher Falle“

Private Pools können zu einer tödliche Falle für Kinder werden, warnt die DLRG. (Symbolbild)
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Private Pools können zu einer tödliche Falle für Kinder werden, warnt die DLRG. (Symbolbild)

Am Sonntag (20.06.2021) kommt in den Mittagsstunden ein fünfjähriger Junge in Donndorf im Kyffhäuserkreis im heimischen Pool ums Leben.

Sondershausen – Die DLRG warnt davor, kleinere Kinder in Gärten aus den Augen zu lassen. Der Vater des Kindes entdeckte den leblosen Körper am Mittag im Pool. Trotz sofortiger Reanimierungsmaßnahmen und dem Einsatz eines Rettungshubschraubers verstarb das Kind im Krankenhaus.

Die Hintergründe des Vorfalls sind noch nicht endgültig geklärt. Die Ermittlungen zur Unglücksursache dauern an.

Junge kommt in Pool ums Leben: Kinder in besonderer Gefahr

Unterdessen warnt die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft, kleinere Kinder in Gärten aus den Augen zu lassen. „Eltern sind sich oft nicht bewusst, dass private Wasserflächen zu tödlichen Fallen werden können“, sagte ein Sprecher der DLRG.

Unachtsamkeit und Sorglosigkeit vor allem der Erwachsenen sei daher eine besonders häufige Ursache. „Für ein Unglück reichen schon ein paar Minuten“, ergänzte der Sprecher. Kinder müssten daher dauerhaft beaufsichtigt werden. Kinder schweben nach Angaben der DLRG in besonderer Gefahr zu ertrinken.

Video: Tipps zum Thema Sicherheit am Pool

Junge kommt in Pool ums Leben: DLRG gibt nun Empfehlungen heraus

DLRG und der Bundesverband Schwimmbad & Wellness (bsw/Köln) empfehlen, Pools mit einem Gitter oder Netz abzudecken, damit Kinder nicht einfach hineinklettern können. Außerdem müssten Kinder frühzeitig aufgeklärt werden über Gefahren, die im und am Wasser lauerten.

Zudem seien auch der Teich im Garten nebenan, der Bach hinter dem Grundstück oder das Planschbecken auf der Terrasse Gefahrenquellen. „Tore und Übergänge sollten deshalb so gesichert sein, dass sie von Kindern nicht geöffnet oder überklettert werden können“, rät die DLRG. (Bernd Schlegel, mit dpa)

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