41 neue Plätze vorgesehen

Für Corona-Patienten: Bald mehr Intensivbetten an der Uni-Medizin in Göttingen

Unterstützung vom Land: Prof. Konrad Meissner, Helle Dokken, Prof. Wolfgang Brück, Björn Thümler, Dr. Martin Siess, Jens Finke und Prof. Thomas Paul.
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Unterstützung vom Land für das Modulgebäude Intensivmedizin an der Universitätsmedizin Göttingen: (von links) Prof. Konrad Meissner, Pflegedirektorin Helle Dokken, UMG-Vorstandssprecher Prof. Wolfgang Brück, Minister Björn Thümler, UMG-Vorstandsmitglied Dr. Martin Siess, Jens Finke und Prof. Thomas Paul.

Die Universitätsmedizin Göttingen wartet schon länger auf die Aufstockung der Intensivbetten. Nun soll es auch mit Blick auf die Corona-Krise schnell gehen.

Göttingen – Spätestens bis Ende Juni 2021 sollen 41 zusätzliche Plätze für die Behandlung von schwer erkrankten COVID-19-Patienten geschaffen werden.

Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler überreichte jetzt den Zuwendungsbescheid für ein Modulgebäude. Das Land übernimmt zwölf Millionen Euro der Gesamtkosten in Höhe von 26,2 Millionen Euro. Die Universitätsmedizin benötigt dringend weitere Betten für die Versorgung einer größeren Zahl schwer erkrankter Corona-Patienten. Das Land Niedersachsen hat für den Fall weiterer Corona-Wellen eine Ausweitung der Kapazitäten in der Intensivmedizin und ein Vorhalten von Betten und Personal angekündigt.

Corona in Göttingen: Neubau für 14 Millionen Euro

Die UMG setzt diese Vorgabe um und errichtet dazu das neue Gebäude für die Intensivmedizin in Modulbauweise. Der Eigenanteil der UMG beläuft sich auf 14,6 Millionen Euro. Der Neubau, der in kurzer Zeit errichtet wird, entsteht zwischen den Bettenhäusern 1 und 2.

„Die Erfahrungen im Frühjahr dieses Jahres haben gezeigt, dass die bestehenden Intensivbettkapazitäten der UMG die Versorgung einer größeren Anzahl von COVID-19-Patienten nur dann sicherstellen konnten, wenn hierfür Intensivkapazitäten aus anderen Bereichen freigehalten werden“, sagte Thümler. Insbesondere in der Herz-, Unfall- und Neurochirurgie war laut Thümler zum Höhepunkt der ersten Infektionswelle zeitweise die Versorgung von akut kranken Patienten gefährdet.

Corona in Göttingen: UMG liegt im Zeitplan

Der Minister freut sich, dass die UMG bei diesem wichtigen Projekt im Zeitplan ist. Die UMG hat aktuell 80 Intensivbetten. Für die intensivmedizinische Versorgung von COVID-19-Patienten gibt es ein Stufenkonzept. Je nach Stufe können von 12 bis maximal 36 Intensivplätze für Erwachsene und Kinder mit einem schweren Verlauf bereitgestellt werden.

Die Uni-Medizin wartet auch noch auf den Start für ein weiteres wichtiges Projekt – den Baubeginn für den Neubau der Klinik. Zur ersten Baustufe zählen ein neues Bettenhaus sowie ein Operationszentrum mit 25 Sälen sowie ein Herz-, Neurologie- und Notfallzentrum. (bsc)

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