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Für die Zukunft des Harzes – Osteröder gewinnen beim Deutschen Waldpreis

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Von: Thomas Kopietz

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Gewinner Deutscher Waldpreis 2022: Wurden in München ausgezeichnet – Carsten Henkel und Marc Rosenberg aus Osterode.
Gewinner Deutscher Waldpreis 2022: Wurden in München ausgezeichnet – Carsten Henkel und Marc Rosenberg aus Osterode. © Brauer Photos/G.Nitschke/nh

Forstunternehmer des Jahres sind Carsten Henkel und Marc Rosenberg. Sie setzten sich für die rasche Bepflanzung der riesigen Kahlflächen im Harz ein.

Osterode – Der Deutsche Waldpreis 2022 geht nach Bayern, Brandenburg und nach Niedersachsen, genauer gesagt nach Osterode: Die Osteröder Carsten Henkel und Marc Rosenberg sind die Forstunternehmer des Jahres. Sie erhielten den Preis des Forstportals forstpraxis.de, dotiert mit 2000 Euro, während der Messe Interforst, die von Sonntag bis Mittwoch in München lief.

Henkel und Rosenberg haben die Zukunft des Harzes im Blick. Sie mechanisieren laut Jury auch die Bestandsbegründung, um die riesigen Kahlflächen im Harz rascher bepflanzen zu können. „Wir wollen, dass der Harz wieder grün wird und auch die nächsten Generationen noch von der Forstwirtschaft leben können“, so ihr Credo.

Modernen Maschinenpark für alle Forstarbeiten aus einer Hand

Carsten Henkel war viele Jahre ein Rücke-Unternehmer. Er besaß einige Forstspezialschlepper, legte als gelernter Forstwirt auch Kulturen an und pflegte diese. Die hochmechanisierte Holzernte war für ihn lange Zeit kein Thema. Sie kam erst hinzu, als er 2018 mit seinem Mitarbeiter Marc Rosenberg das Unternehmen H+R Forst GmbH gründete.

Gemeinsam bieten sie mit einem modernen Maschinenpark alle Forstarbeiten aus einer Hand an. Eine Besonderheit dabei ist das selbstentwickelte Spritzgestänge für den Schlepperanbau, mit dem die Holzpolter gegen Borkenkäferbefall behandelt werden können. Die beiden liefern qualitativ hochwertige Arbeit ab, engagieren sich in der Ausbildung von Forstwirten.

Von 26 Angestellten haben 16 den Beruf des Forstwirts gelernt. Carsten Henkel engagiert sich auch ehrenamtlich für die Branche. so im Vorstand des Forstunternehmerverbandes AfL Niedersachsen. Zudem arbeitet er im Vorstand des Qualifizierungsfonds Forstwirtschaft mit.

Förster des Jahres setzt Selbstheilungskräfte des Waldes in Gang

Förster des Jahres ist Dietrich Henke, Stadtförster in Treuenbrietzen (Brandenburg). Er ist seit 2002 für 1900 Hektar Wald verantwortlich, setzt dort die Selbstheilungskräfte des Waldes in Gang. „Wir sind auf einem Pfad des Wandels in der Forstwirtschaft. Wie man mit Naturkatastrophen umgeht und dabei die Prinzipien der naturgemäßen Waldwirtschaft einhält, das ist die entscheidende Frage für die Zukunft.“

Waldbesitzer des Jahres ist der Oberbayer Raimund Hoffmann. Er bewirtschaftet einen 1989 gepflanzten Wald mit 39 Baumarten auf knapp vier Hektar. Sein Ziel: ein artenreicher Dauerwald, der auch für die Zukunft fit ist.

Sonderpreis „Nachhaltigkeit Wald“ ging ebenfalls nach Niedersachsen

Der Sonderpreis „Nachhaltigkeit Wald“ ging ebenfalls nach Niedersachsen, an die „Stiftung Zukunft Wald“ aus Braunschweig. Die 2008 von den Niedersächischen Landesforsten gegründete Stiftung hat auch dafür gesorgt, das im Bundesland 60 „Schulwälder gegen Klimawandel“ entstanden sind, die von Schülerinnen und Schülern eigenhändig gepflanzt und für die kommenden Jahrzehnte gepflegt werden.

Schirmherr Landwirtschaftsminister Cem Özdemir lobte: „Wir werden diejenigen unterstützen, die zusätzliche Leistungen für den Klimaschutz und die Biodiversität erbringen. (Thomas Kopietz)

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