Fukushima-Aktionstag: Menschliche Müllsäcke wanderten durch Göttingen

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Sorgten in Göttingen für Aufsehen: Mitglieder von Anti-Atom-Initiativen verkleideten sich als schwarze Atom-Müllsäcke.

Göttingen. In Göttingen wurde am Freitag ein Aktionstag anlässlich der Atomkatastrophe von Fukushima vor fünf Jahren veranstaltet.

Schwarze Müllsäcke mit gelbem Atommüll-Aufkleber, die langsam durch Göttingens Innenstadt wandern - ein ungewohntes Bild für die Passanten am Freitagnachmittag. Hinter der Verkleidung stecken Mitglieder von verschiedenen Göttinger Anti-Atom- und Umweltinitiativen, die mit der Aktion auf den Atomausstieg aufmerksam machen wollen. Vor fünf Jahren hatte ein Erdbeben vor der Ostküste Japans einen Tsunami ausgelöst. Dabei fiel im japanischen Atomkraftwerk Fukushima der Strom aus und es kam zur Kernschmelze. Dabei wurden in großen Mengen radioaktive Stoffe freigesetzt.

Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler lud am Nachmittag zu einer Gedenkveranstaltung am Fukushima-Stein auf dem Hiroshimaplatz ein. „Fukushima ist ein Beispiel dafür, dass man mit Technik nicht die Welt behrrschen kann“, sagte Köhler. Die Folgen eines Crashs seien gnadenlos - für Landschaft, Menschen und die nachfolgenden Generationen. Göttingens Oberbürgermeister hofft auf einen bewussteren Umgang mit erneuerbaren Energien.

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