Ausverkaufte Vorstellungen

Gala in Göttingen: Kunst und Klima im Gleichklang

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Unter dem Titel „Crisis? What Crisis“ zeigten die KAZ-Akrobaten, wie der Spielraum für Menschen immer enger wird.

Ganz im Zeichen des Klimawandels stand die 19. Auflage der Kunst-Gala, die der Verein „Kultur Unterstützt Stadt Göttingen“ (KUNST) am Samstag und Sonntag veranstaltete und die in zwei ausverkauften Vorstellungen jeweils 500 Zuschauer ins Deutsche Theater (DT) lockte.

„Dies ist ein Experiment“, betonte Mitorganisator Nils König, der die Shows zusammen mit Silke Inselmann moderierte. „Wir haben der Kunst-Gala zum ersten Mal ein Thema gegeben und sieben Beiträge im Programm, die sich intensiv und drastisch, aber auch gefühlvoll und sogar humorvoll mit dem Klimawandel auseinandersetzen“, stimmte König das erwartungsvolle Publikum zu Beginn auf drei unterhaltsame, aber auch nachdenkliche Stunden ein.

Endzeitstimmung

Nachdem das Sinfonische Blasorchester Göttingen mit „Adventure“, der Filmmusik zu einem fiktiven Abenteuerfilm, den gelungenen Auftakt gemacht hatte, sorgten die nächsten Auftritte für eine Art Endzeitstimmung. Im Stück „Fridays. Future.“ des Jungen Theaters Göttingen kehrte eine Frau aus der Zukunft zurück und versucht vergeblich Menschen zu finden, die ihr helfen, den Klimawandel aufzuhalten. Unter dem Titel „Crisis? What Crisis“ zeigten die KAZ-Akrobaten, wie der Spielraum für den Menschen immer enger wird. „Hautnah“ ließ die Gruppe der Göttinger Ballettschule „art la danse“ die Zuschauer mit ihrer beeindruckenden Tanzvorführung spüren, wie sich die Umwelt verändert. Und was passiert, wenn der Sauerstoff in der Atmosphäre knapp wird und wie Menschen handeln, die nur noch kurze Zeit zu leben haben, zeigte das Theater im OP mit ihrem düsteren Stück „LO2SS – Das Ende“.

Auch während der Umbaupausen wurde die Zeit effektiv genutzt: Nils König erläuterte dann mit überraschend einfachen Worten den Treibhauseffekt, warum dieser für den Klimawandel so wichtig ist und wie die Erde in ihrer jetzigen Form überhaupt noch zu retten wäre.

Nachdem das Junge Theater zum Abschluss des ersten Showteils die Stimmung mit seiner Musikshow „Wild Thing“ wieder etwas aufgehellt hatte und die Zuschauer in der Pause an den fünf kleinen, im gesamten DT verteilten Bühnen bei Musik, Poetry-Slam oder Theater auf andere Gedanken kommen konnten, wurde es deutlich ernster – ob bei „Love in the Dark“ der Showtanz-AG des Otto-Hahn-Gymnasiums, einem Ausschnitt aus der tragischen Liebesgeschichte „Bombe!“ des Deutschen Theaters oder „In the heat of the world“, in dem Karin Bender auf bewegende und aufrüttelnde Art das Thema Klimakrise behandelt. Weil selbst die Comedy-Company es schaffte, ihrem Auftritt eine ernsthafte Note zu verpassen, gingen die Freunde der Comedy und des Klamauks bei dieser Kunst-Gala leer aus.

Einmaliges Ambiente

Dass sich die Organisatoren dennoch wieder über eine rundum gelungene Veranstaltung freuen durften, lag nicht nur an den tollen und eindrucksvollen Darbietungen der mehr als 100 Künstler, die wie immer ohne Gage zugunsten der Göttinger Kulturförderung mitmachten. Es lag auch am einmaligen Ambiente des Deutschen Theaters, wo die Kunst-Gala zum zweiten Mal gastierte.

„Hautnah“ ließ die Gruppe der Göttinger Ballettschule „art la danse“ die Zuschauer mit ihrer beeindruckenden Tanzvorführung spüren, wie sich die Umwelt verändert. 

„Es ist immer wieder erstaunlich, wie eine solch perfekte Show gelingen kann, wenn man nur einen Tag zur Vorbereitung, zum Proben und zur Licht- und Ton-Einstellung zur Verfügung hat und am selben Tag dann die Aufführung ist“, freute sich Nils König. Die hohe Qualität der Mitarbeiter aller Abteilungen des Deutschen Theaters sei dafür die notwendige Grundlage gewesen: „Denn viel perfekter kann man eine solche Show, was Licht- und Tontechnik angeht, eigentlich nicht gestalten.“

VON PER SCHRÖTER

19. Göttinger Kunst-Gala im Deutschen Theater thematisiert den Klimawandel

Kunst-Gala im DT
Die Kunst-Gala setzte sich am Samstag und Sonntag mit dem Klimawandel auseinander. © Per Schröter
Kunst-Gala im DT
Die Kunst-Gala setzte sich am Samstag und Sonntag mit dem Klimawandel auseinander. © Per Schröter
Kunst-Gala im DT
Die Kunst-Gala setzte sich am Samstag und Sonntag mit dem Klimawandel auseinander. © Per Schröter
Kunst-Gala im DT
Die Kunst-Gala setzte sich am Samstag und Sonntag mit dem Klimawandel auseinander. © Per Schröter
Kunst-Gala im DT
Die Kunst-Gala setzte sich am Samstag und Sonntag mit dem Klimawandel auseinander. © Per Schröter
Kunst-Gala im DT
Die Kunst-Gala setzte sich am Samstag und Sonntag mit dem Klimawandel auseinander. © Per Schröter
Kunst-Gala im DT
Die Kunst-Gala setzte sich am Samstag und Sonntag mit dem Klimawandel auseinander. © Per Schröter
Kunst-Gala im DT
Die Kunst-Gala setzte sich am Samstag und Sonntag mit dem Klimawandel auseinander. © Per Schröter
Kunst-Gala im DT
Die Kunst-Gala setzte sich am Samstag und Sonntag mit dem Klimawandel auseinander. © Per Schröter
Kunst-Gala im DT
Die Kunst-Gala setzte sich am Samstag und Sonntag mit dem Klimawandel auseinander. © Per Schröter
Kunst-Gala im DT
Die Kunst-Gala setzte sich am Samstag und Sonntag mit dem Klimawandel auseinander. © Per Schröter
Kunst-Gala im DT
Die Kunst-Gala setzte sich am Samstag und Sonntag mit dem Klimawandel auseinander. © Per Schröter
Kunst-Gala im DT
Die Kunst-Gala setzte sich am Samstag und Sonntag mit dem Klimawandel auseinander. © Per Schröter
Kunst-Gala im DT
Die Kunst-Gala setzte sich am Samstag und Sonntag mit dem Klimawandel auseinander. © Per Schröter
Kunst-Gala im DT
Die Kunst-Gala setzte sich am Samstag und Sonntag mit dem Klimawandel auseinander. © Per Schröter
Kunst-Gala im DT
Die Kunst-Gala setzte sich am Samstag und Sonntag mit dem Klimawandel auseinander. © Per Schröter
Kunst-Gala im DT
Die Kunst-Gala setzte sich am Samstag und Sonntag mit dem Klimawandel auseinander. © Per Schröter
Kunst-Gala im DT
Die Kunst-Gala setzte sich am Samstag und Sonntag mit dem Klimawandel auseinander. © Per Schröter
Kunst-Gala im DT
Die Kunst-Gala setzte sich am Samstag und Sonntag mit dem Klimawandel auseinander. © Per Schröter

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