Suche nach der Ursache geht weiter

Nach Gas-Verpuffung bei Blutspendedienst: Ärztin gestorben

Verpuffung im Treppenhaus des Blutspendedienst Innenstadt: Vor elf Tagen kam es im Grotefend-Haus am Weender Tor zu einer Verpuffung, zwei Menschen waren dabei schwer verletzt worden. Foto: Rampfel

Göttingen. Die Gasverpuffung vorvergangene Woche in Göttingen hat ein Todesopfer gefordert: Eine 55-jährige Ärztin ist am Montag an den Folgen ihrer schweren Verletzungen gestorben.

Das Unglück hatte sich am Freitag (13.2.) im Grotefend-Haus am Weender Tor in der Göttinger Innenstadt ereignet.

Den Tod der dabei schwer verletzten 55-jährigen Ärztin musste der Sprecher der Staatsanwaltschaft Göttingen, Andreas Buick am Dienstagvormittag bekanntgeben. Die Frau, die als Ärztin in Universitätsmedizin Göttingen arbeitete, hatte, ebenso wie ein 30-jähriger UMG-Mitarbeiter bei dem Unfall schwerste Brandverletzungen erlitten und war in einer Spezialklinik in Hannover behandelt worden. Der Mann liegt ebenfalls in einer Spezialklinik in Halle/Saale, sein Zustand ist kritisch aber stabil.

Unterdessen konnte festgestellt werden, dass das aufgrund eines Gasrohrlecks im Erdreich ausgetretene Gas durch ein in das betroffene Gebäude hineinführendes Leer-Rohr, durch das Elektro- und Datenleitungskabel verlaufen, in den Hausflur gelangt ist. Es wird derzeit geprüft, ob die Verlegung des Rohres fachgerecht erfolgte, teilte Oberstaatsanwalt Andreas Buick mit.

Bei der Verpuffung hatte sich im Treppenhaus gesammeltes Gas durch die Betätigung eines Lichtschalters entzündet. Die Ärztin, die auch den Blutspendedienst Innenstadt der UMG mit aufgebaut hatte und betreute, sowie der Mitarbeiter waren mit brennender Kleidung vor das Gebäude gelaufen, wo sofort Ersthelfer zur Stelle waren, die den Knall gehört hatten. (tko)

Verpuffung bei Göttinger Blutspendedienst am Weender Tor

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