Keine Rechtsmittel wurden eingelegt

Gasexplosion: Urteil des Amtsgerichts Göttingen ist jetzt rechtskräftig

Gasexplosion im Februar 2015 am Weender Tor in Göttingen: Das Urteil ist nun rechtskräftig.
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Gasexplosion im Februar 2015 am Weender Tor in Göttingen: Das Urteil ist nun rechtskräftig. (Archiv)

Sechseinhalb Jahre nach einer Gasexplosion beim Göttinger Blutspendedienst ist die strafrechtliche Aufarbeitung des Falles jetzt abgeschlossen.

Göttingen – Wie eine Gerichtssprecherin auf Anfrage mitteilte, hat keiner der Verfahrensbeteiligten gegen das kürzlich verhängte Urteil des Amtsgerichts Göttingen Rechtsmittel eingelegt. Damit sei das Urteil rechtskräftig geworden.

Das Amtsgericht Göttingen hatte im Juli zwei Handwerker zu Geldstrafen verurteilt. Das Gericht befand den Geschäftsführer und einen Mitarbeiter einer Elektroanlagenfirma der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung für schuldig. Die beiden Angeklagten hätten es im Sommer 2012 bei Installationsarbeiten versäumt, ein in den Flurbereich des Blutspendedienstes führendes Leerrohr abzudichten. Dies sei aber durch eine DIN-Norm zwingend vorgeschrieben. Dieses Versäumnis habe drei Jahre später am 15. Februar 2015 zu dem Gasunglück geführt. Das Gericht verurteilte den Betriebsinhaber zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je 100 Euro (insgesamt 6000 Euro) und den Mitarbeiter zu 50 Tagessätzen zu je 50 Euro (insgesamt 2500 Euro). Zwei weitere Handwerker – ein Maurer und ein Elektriker – wurden dagegen freigesprochen.

Eine Ärztin der Göttinger Universitätsmedizin (UMG) hatte durch die Gasexplosion so schwere Verbrennungen erlitten, dass sie an den Folgen verstarb. Ein Mitarbeiter des UMG-Sicherheitsdienstes erlitt ebenfalls erhebliche Verbrennungen. (Heidi Niemann)

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