Bier aufs Haus für ein T-Shirt

Gastronomen und Gäste in Südniedersachsen lassen sich vom Corona-Virus nicht unterkriegen

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Blick in ein leeres Stadion an der Speckstraße in Göttingen.

Wer gern ausgeht, hat zurzeit schlechte Karten. Zu Zeiten des Corona-Virus sind alle Gasthäuser geschlossen. Doch von Seiten der Gastronomie in Südniedersachsen gibt es Ideen, um Alternativen zu schaffen.

Wenn die Gäste nicht im Restaurant essen dürfen, können sie sich das Essen nach Hause holen: Einen Abhol-Service bietet das Hotel-Restaurant Rodetal nun sonntags an. „Warm und frisch“ können Kunden eine Auswahl von Speisen dort abholen und zu Hause genießen.

Das Angebot werde gut angenommen, sagt Jörg Rüsseler von der Betreiberfamilie. Über Whatsapp, Google, Facebook und Instagram hatte er es unter die Menschen gesendet. „Ich werde dieses Super-Restaurant auf jeden Fall unterstützen“, war sofort in einer Whatsapp-Gruppe zu lesen. Dass nicht nur eine Person dieser Meinung ist, bekam Rüsseler schnell zu spüren. Aufgrund der empfohlenen Vorbestellung konnte er am ersten Wochenende schon am Freitag damit rechnen, dass am Sonntag ca. 150 Gerichte über die Theke gehen würden. Den Abholservice will er jeden Sonntag anbieten.

Mit einer Abholzeit von 12 bis 15 Uhr und einem „Rundweg“ mit unterschiedlichem Ein- und Ausgang werde dafür gesorgt, dass die Kunden sich nicht zu nahe kämen. In die Nachbarorte würden Speisen auch geliefert, Rüsseler rechnet mit „Full House“ für den Abholservice an allen Ostertagen. Dann stehe auch frischer Spargel auf der Karte. Täglich von 14 bis 17 Uhr ist nun der Rodetal Shop mit Frischware und Tiefkühlgerichten geöffnet.

Rüsseler weist auf auch auf seine Kollegen hin: Auch das Nörtener Bistro Balobi und viele mehr wie das Haus Zum Rothenberg und der Ratskeller in Nörten-Hardenberg oder La Romantika in Bovenden kochen Gerichte zum Abholen oder bieten sogar Lieferservice. Wie Rüssler hält Sam Ledderhose vom Sachsenross in Lütgenrode sein Hotel geöffnet - „für die fleißigen Monteure in unserer Region“.

Doch nicht nur die Gaststättenbetreiber, sondern auch die Gäste lassen sich etwas einfallen. Der Stammtisch vom Stadion an der Speckstraße in Göttingen verkauft bedruckte T-Shirts um Wirt „Niki“ zu helfen: Er soll den Gewinn bekommen. Der Aufdruck auf die Shirts verrät: Der Träger ist ein „Stadionstützer“. Sogar ein Video, um den Verkauf anzukurbeln, will die Stammtischgruppe drehen, verrät Mit-Organisator Holger Koch aus der zehnköpfigen Gruppe.

Bestellungen könnten mit Angabe des Namens, der Farbe und Größe an die Stadion-Facebook-Seite oder per Mail an info@goekick.info aufgegeben werden. Das Ziel des Stammtischs ist es, 50 Shirts zum Preis von 25 Euro zu verkaufen. Niki sei gerührt und begeistert gewesen heißt es in dem Aufruf, solch ein T-Shirt zu kaufen. „Er verspricht, dass jene, die nach Wiedereröffnung mit ihrem ,Stadionstützer‘- T-Shirt ins Stadion kommen, das erste Bier auf Haus erhalten!“

Von Ute Lawrenz

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