Anzahl der Raser ist gestiegen

60. Geburtstag der Blitzer: Schnelle Fahrer - sogar mit Geweih

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Mit Hirschgeweih geblitzt: Dieser italienische Polizist wurde im Juli 2010 auf der Autobahn 7 erwischt.

Göttingen. Seit 60 Jahren gibt es Blitzer in Deutschland, die die Geschwindigkeit von Autofahrern messen. Auch im Landkreis Göttingen wird in den letzten Jahren immer mehr geblitzt - manchmal auch Kurioses.

Aktuelle Zahlen hat inzwischen die Stadt Göttingen vorgelegt. Tendenz: Es wurden deutlich mehr Raser ertappt. Von den 209.000 gemessenen Fahrzeugen waren im vergangenen Jahr 8,61 Prozent zu schnell. 2015 lag diese Quote noch bei 8,45 Prozent.

In der Region nimmt die Zahl der stationären Blitzer zu. Jüngstes Beispiel ist das Gerät, das seit fast einem Jahr an der Überleitung von der Autobahn 38 zur Autobahn 7 in Richtung Kassel steht. Dort wurde anfangs besonders viel geblitzt, weil in der so genannten Hundskurve ein Tempo-Limit von 40 km/h galt. Inzwischen liegt die erlaubte Höchstgeschwindigkeit bei 60 km/h. Trotzdem werden immer noch zahlreiche Temposünder erwischt. Aktuelle Zahlen dazu kann die Göttinger Kreisverwaltung allerdings nicht liefern.

Seit etwa einem Jahrzehnt wird am Laubacher Berg bei Hann. Münden geblitzt. In Fahrtrichtung Norden gilt ein Tempolimit von 100 km/h. Schließlich ist der Berg mit bis zu acht Prozent Gefälle einer der steilsten Autobahnabschnitte Deutschlands. Trotzdem sind auch dort immer Temposünder so schnell, dass sie mit einem Fahrverbot rechnen müssen.

Blitzer in der Hundskurve im Dreieck Drammetal: In der Überleitung von der Autobahn 38 zur Autobahn 7 Richtung Kassel gilt ein Tempolimit von 60 km/h.

Allerdings gab es in der Region auch schon einen besonders witzigen Fall: So wurde im Juli 2010 ein Motorroller mit italienischen Kennzeichen, reichlich Gepäck und einem kompletten Hirschgeweih vor dem Lenker bei Göttingen auf der A7 geblitzt. Das Zweirad knatterte mit 86 statt erlaubter 60 km/h in Richtung Süden. Bereitwillig und einsichtig zahlte der Italiener, selbst ein Polizist, die geforderten 90 Euro Bußgeld. Er war auf dem Weg vom Nordkap nach Rom. Das Foto erlangte Berühmtheit, ging durch die Zeitungswelt.

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