Mehrere Organisationen bei Feierstunde

Gedenken in Göttingen an das Kriegsende und Befreiung vom Faschismus

Zu sehen ist Hauptredner Andreas Nolte von der VNN/BdA-Landesvereinigung Niedersachsen war aus Hannover angereist, um mit den rund 50 Teilnehmern der Befreiung vom Faschismus vor 76 Jahren in Göttingen am Mahnmal zu gedenken.
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Hauptredner: Andreas Nolte von der VNN/BdA-Landesvereinigung Niedersachsen war aus Hannover angereist, um mit den 50 Teilnehmern der Befreiung vom Faschismus vor 76 Jahren in Göttingen am Mahnmal zu gedenken.

50 Menschen versammelten sich am Denkmal für die Göttinger Widerstandskämpfer am Thomas-Buergenthal-Haus (Stadtbibliothek).

Göttingen - Sie nahmen an einer Gedenkfeier zum 76. Jahrestag des Endes des 2. Weltkrieges und der damit verbundenen Befreiung vom Faschismus teil.

Aufgerufen zu der Veranstaltung, die unter Einhaltung der Corona-Regelungen stattfand, hatte die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN/BdA).

„70 Millionen Tote sind die schreckliche Bilanz des zweiten Weltkrieges“, sagt VNN-Sprecher Jan-Steyer. Der 8. Mai 1945 stehe nicht nur für die Niederlage des deutschen Faschismus und das Ende des Zweiten Weltkrieges, sondern auch für die Freude von Millionen von Antifaschisten, KZ-Häftlingen, Zwangsarbeitern und alliierten Kriegsgefangenen, die befreit wurden.

Zum Programm der Gedenkfeier gehörten neben der Ansprache von Andreas Nolte, dem Sprecher der VNN/BdA-Landesvereinigung Niedersachsen, auch Reden von Vertretern verschiedener Gewerkschaften, linker Parteien und antifaschistischer Gruppen sowie das Niederlegen von Blumen am Denkmal.

In den Reden ging es nicht nur darum, an den 8. Mai 1945 als Tag der Befreiung zu erinnern und den zahllosen Toten des Krieges zu gedenken, sondern auch um die Forderung von Überlebenden, diesen Tag zu einem gesetzlichen Feiertag zu machen. Zudem konnte Mitorganisator Hans-Georg Schwedhelm, der auch Sprecher der VNN-Kreisvereinigung Göttingen ist, für alle Mitglieder eine gute Nachricht im Gepäck: Nachdem der Vereinigung vor einem Jahr von einem Berliner Finanzamt die Gemeinnützigkeit entzogen worden war, weil sie im Verfassungsschutzbericht Bayerns als linksextremistisch aufgeführt war, sei diese nach Einspruch und Protesten von verschiedenen Seiten kürzlich wieder anerkannt worden. Für diese Nachricht gab es Applaus unter den Teilnehmern der Feier. (Per Schröter)

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