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Gedenken an grausame Folgen der Atombomben-Abwürfe von Hiroshima und Nagasaki

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Von: Per Schröter

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Erinnerung: In Gedenken an die vielen Opfer der Atombombenabwürfe vor 77 Jahren in Hiroshima und Nagasaki legte Göttingens Kulturdezernentin Anja Krause auf dem Hiroshima-Platz vor dem neuen Rathaus ein Blumengesteck ab.
Erinnerung: In Gedenken an die vielen Opfer der Atombombenabwürfe vor 77 Jahren in Hiroshima und Nagasaki legte Göttingens Kulturdezernentin Anja Krause auf dem Hiroshima-Platz vor dem neuen Rathaus ein Blumengesteck ab. © Per Schröter

Göttingen – Mit einer kleinen Gedenkfeier hat die Stadt Göttingen am Samstagmorgen an die Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki vor 77 Jahren erinnert.

Pünktlich um 8.15 Uhr legte Kulturdezernentin Anja Krause auf dem Hiroshima-Platz vor dem Neuen Rathaus ein Blumengesteck am Fukushima-Gedenkstein ab. Das war genau der Zeitpunkt, an dem die USA am 6. August 1945 die Atombombe auf Hiroshima und drei Tage später auf Nagasaki abgeworfen hatte. Etwa 92 000 Menschen starben dabei sofort, 130 000 weitere bis zum Jahresende an den Folgeschäden. Und in den nächsten Jahren kamen noch viele hinzu.

„Die beiden Atombomben haben Tod und unsagbares Leid über die Menschen gebracht“, sagte Anja Krause. Niemand sei vor der Zerstörungskraft dieser Kampfmittel geschützt gewesen und es habe alle völlig unerwartet getroffen. Bis heute würden die Menschen, die den Abwurf überlebt haben, unter den Folgen leiden. „Das darf sich nie wiederholen“, mahnte Krause.

Tatsache sei jedoch, dass 77 Jahre danach „die Bedrohung durch Krieg und seine Waffen“ größer ist als je zuvor. „Der Krieg in der Ukraine etwa lässt und jeden Tag erschreckende Bilder von Zerstörung und Vernichtung sehen“, sagte die Kulturdezernentin. Allein aus diesem Grund sei es „wichtiger denn je zu erinnern und zu mahnen“.

Begleitet wurde die Gedenkfeier von Mitgliedern des Göttinger Friedensforums, die sich dort – und später gegen Mittag am Gänseliesel in der Innenstadt bei einer eigenen Kundgebung – auf Plakaten unter anderem für den Abzug amerikanischer Atomwaffen aus Deutschland, gegen dessen Anschaffung neuer Atombomber und für eine atomwaffenfreie Welt einsetzten.

Torsten Wilhelm-Wiegmann, Pastor im Grenzdurchgangslager Friedland, gab einen geistlichen Impuls und Dechant Wigbert Schwarze von der katholischen Kirche sprach zum Abschluss der Gedenkstunde ein kurzes Friedensgebet. (Per Schröter)

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