Gedenkstunde am Mahnmal: Erinnerungen an das „Judenhaus“

Gedenken auf dem Platz der Synagoge: Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler sprach ein Grußwort. Foto: Schlegel

Göttingen. An das sogenannte „Judenhaus“ an der Weender Landstraße wurde am Montag bei der Gedenkstunde am Mahnmal auf dem Göttinger Platz der Synagoge an der Oberen Maschstraße erinnert.

Die Synagoge war dort in der Nacht zum 10. November 1938 angezündet worden. Heute steht dort das Göttinger Mahnmal. Studenten der Universität Göttingen unter der Leitung von Prof. Dr. Dirk Schumann hatten für die Gedenkfeier Spuren über die Bewohner des „Judenhauses“ gesammelt und erinnerten an deren Schicksale. Viele haben die Verfolgung durch das NS-Regime nicht überlebt, erfuhren die mehreren hundert Teilnehmer der Feier, zu der die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und die Stadt Göttingen eingeladen hatten.

In seinem Grußwort erinnerte Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler daran, dass hunderttausende Menschen in diesen Tagen auf der Flucht sind.

Während des Abends spielten Mitglieder des Klezmer-Projekt-Orchesters unter der Leitung von Wieland Ulrichs. Michael Shelliem und Jacqueline Jürgenliemk sangen das Kaddisch, das Totengebet. 

Gedenkstunde: Erinnerungen an das „Judenhaus“

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