Aufruf zu Schweigeminute

Gedenktag für die Corona-Opfer in Stadt und Landkreis Göttingen

Am Kreishaus in Göttingen und an anderen öffentlichen Gebäuden werden die Flaggen an diesem Sonntag auf Halbmast wehen.
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Am Kreishaus in Göttingen und an anderen öffentlichen Gebäuden werden die Flaggen an diesem Sonntag auf Halbmast wehen.

Stadt und Landkreis Göttingen gedenken am Sonntag, 18. April, der Corona-Opfer. Anlass ist der von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier initiierte zentrale Gedenktag.

Göttingen – Von Angehörigen Abschied nehmen, um Verstorbene trauern: Das ist in Zeiten der Pandemie oft nicht oder nur eingeschränkt möglich. Viele Menschen sind infolge einer Corona-Erkrankung gestorben, andere wiederum unabhängig davon. Allen soll am Sonntag gedacht werden. Die Beteiligung kann digital und analog erfolgen.

Traueranzeige: Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler und der Landrat des Landkreises Göttingen Bernhard Reuter wollen ihre Anteilnahme in einer gemeinsamen Traueranzeige ausdrücken: „Hinter den Zahlen der Toten stehen einzelne Schicksale. All diese Menschen verbindet, dass sie sich durch die Einschränkungen in der Pandemie häufig nicht von ihren Familien und denen, die sie geliebt und geschätzt haben, verabschieden konnten. Dies hinterlässt tiefe Spuren im Leben. Wir denken an die Opfer der Corona-Pandemie, an die vielen, die im vergangenen Jahr einsam sterben mussten, und wir denken an die Trauernden, Angehörigen, Freundinnen und Freunde, Menschen mit ihren Geschichten und Erlebnissen“, schreiben beide.

Schweigeminute: Zu einer Schweigeminute ruft die Stadt für Sonntag, 18. April, um 12 Uhr auf. Überall in der Stadt soll so gemeinsam der Verstorbenen gedacht werden. Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler und die Leiterin des Göttinger Corona-Stabs, Sozialdezernentin Petra Broistedt, werden am Göttinger Gänseliesel außerdem ein Blumengesteck niederlegen. Wer an diesem Tag Blumen oder Kerzen zum Gedenken dort ablegen möchte, ist dazu eingeladen.

Digitales Licht: Nach einem Aufruf von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unter dem Hashtag #lichtfenster hat sich vielerorts bereits das Licht im Fenster als Zeichen der Anteilnahme und Trauer etabliert. Anlässlich des Gedenktags können Göttinger ebenfalls ein Licht für die Verstorbenen der Pandemie entzünden. Digital ist dies hier möglich: Dort können Bürger bereits ab Samstagvormittag eine virtuelle Gedenkkerze zur gemeinsamen Traueranzeige von Stadt und Landkreis Göttingen entzünden und ihre persönliche Kondolenzworte hinterlassen.

Totengedenken: Auf den Göttinger Schillerwiesen soll zudem künftig eine Gedenk-Eiche an die Verstorbenen erinnern. Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler und Petra Broistedt pflanzen den symbolträchtigen Baum an diesem Sonntag am Steintisch zwischen Jérôme-Pavillon und Spielplatz. Die langlebige Eiche soll das Totengedenken „mitten im Leben“ ermöglichen – an einem Ort, der auch in Pandemie-Zeiten viel genutzt wird.

Illumination: Rat und Verwaltung der Stadt Göttingen drücken ihre Anteilnahme mit Eintritt der Abenddämmerung mit dem als brennende Kerze illuminierten Turm des Neuen Rathaus aus. Einige Kirchen laden zu Gedenkgottesdiensten ein. Im Anschluss werden im gesamten Stadtgebiet die Glocken läuten. Am Alten und Neuen Rathaus Göttingen sowie an den Kreishäusern Göttingen und Osterode am Harz wehen die Flaggen am Sonntag auf Halbmast. (Bernd Schlegel)

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