Gedenkveranstaltung: Göttingen sagt Nein zu Pegida und NSU

Gedenkveranstaltung: Zu einem Treffen am Gänseliesel, das am 19. Januar stattfindet, ruft ein Göttinger Bündnis auf. Archivfoto: Kopietz

Göttingen. Nein zu Pegida und NSU: Gewerkschaften und das Bündnis gegen Rechts gedenken am Montag, 19. Januar, in Göttingen den Opfern rechten Terrors und Rassismus.

Beginn ist um 17 Uhr am Gänseliesel. Zu der Veranstaltung rufen der Deutsche Gewerkschaftsbund Region Südniedersachsen-Harz gemeinsam mit dem Göttinger Bündnis gegen Rechts sowie Unterstützenden aus religiösen Gemeinschaften, Politik und zivilgesellschaftlichen Initiativen auf. Am Gänseliesel soll gemeinsam den Opfern der NSU-Mordserie gedacht werden. „Wir wollen ein Zeichnen gegen Rassismus, Nationalismus, Antisemitismus und Islamophobie setzen“, heißt es in dem Aufruf.

Anlass sind die bundesweiten Pegida-Demonstrationen, aber auch ein Aktionstag von Betroffenen des NSU-Terrors. Die Göttinger Organisatoren solidarisieren sich dabei mit der Initiative „Keupstraße ist überall“, die sich nach dem Nagelbombenanschlages 2006 in der Kölner Keupstraße gründete.

Der Mitgründer des Satiremagazins „Charlie Hebdo”, Bernard Willem Holtrop, sagte über das Vorgehen der Pegida: „Hier wird einfach etwas vereinnahmt. Vor wenigen Tagen haben Fanatiker etliche Redakteure in Paris brutal ermordet. Nun benutzt Pegida die grausame Tat, um gegen Menschen islamischen Glaubens und Flüchtlinge zu hetzen.“ DGB-Regionsgeschäftsführer Lothar Hanisch: „Wir können nicht zulassen, dass Menschen und Gemeinschaften durch rassistischen Populismus, durch Gewaltandrohung und Mordanschläge an den Rand gedrängt, bedroht oder getötet werden“.

Verschiedene Sprecher

Die Kundgebung mit Sprechern von Gewerkschaften, dem Integrationsrat Göttingen, der Kasseler Initiative „6. April“, der Ditib-Gemeinde Göttingen sowie des Aktionskomitees „Günterser Frühlingsfest“ findet am Vorabend des bundesweiten Aktionstages „NSU-Komplex auflösen“ statt.

Zu diesem Aktionstag und der Gerichtsverhandlung fährt zudem am Dienstag, 20. Januar, ein Reisebus von Göttingen über Kassel nach München. Fahrkarten kann man im Göttinger DGB-Regionalbüro oder über den Buchladen Rote Straße, Nikolaikirchof 7, bekommen. Weitere Infos gibt es im Internet. (bsc)

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