Gefahrgutunfall auf A7: Sonderabfall ist jetzt abtransportiert

Zwei Container unter einer Brücke der Autobahn 38 bei Dramfeld: Darin waren die Überreste des Gefahrgutunfall auf der Autobahn 7 zwischengelagert. Foto: von Polier

Dramfeld. Der Sonderabfall ist abtransportiert: Am Freitag wurden die letzten Überreste des Gefahrgutunfalls auf der A 7, der sich kurz vor Weihnachten ereignet hatte, verladen.

Von Dramfeld aus startete der Transport in die Entsorgungsanlage nach Bramsche bei Osnabrück. „Ich bin erleichtert. Die Gemeinde hat eine Sorge weniger bei der Abarbeitung des tragischen Unfalls auf der Autobahn“, sagt Rosdorfs Bürgermeister Sören Steinberg. Der Sonderabfall war in Containern unter einer Brücke der Autobahn 38 nahe des Rosdorfer Ortsteils Dramfeld zwischengelagert.

Die vergangenen zwei Wochen waren aus Sicht von Steinberg nervenaufreibend. „Aber es war richtig, auf Sicherheit zu setzen und jegliche Gefährdung der Bevölkerung auszuschließen“, begründet Steinberg den großen Aufwand bei Bergung und Verpackung des giftigen und entzündlichen Sonderabfalls. Die mit der Entsorgung beauftragte Spezialfirma Remondis habe „mit Umsicht und Sachkenntnis“ gehandelt. Jede Maßnahme sei mit den zuständigen Behörden abgestimmt gewesen, kommentiert Bürgermeister Sören Steinberg das langwierige Verfahren.

„Das war anstrengend und ich bin froh, dass wir es jetzt geschafft haben“, sagt Sebastian Book von der Firma Remondis. Dimension und Bedingungen seien eine Herausforderung gewesen. „Diese Aufgabe konnten wir nicht nach Handbuch lösen. Aber wir waren vorbereitet und letztlich ist es nicht nach Wunsch, aber nach Plan gelaufen“, ergänzt Book. Jetzt wird die Baustelle noch entgiftet. Anschließend folgt der Abbau.

Die Arbeiten starteten am 30. Januar und waren schwieriger als erwartet, denn einen Tag später gab eine Verpuffung, bei der glücklicherweise niemand verletzt wurde. Anschließend wurde das Verfahren umgestellt: So mussten die Überreste aufwändig umgepackt werden. Einen weiteren Zwischenfall gab danach es nicht.

Kurz vor Weihnachten

Bei dem Sonderabfall, der entsorgt werden musste, handelt es sich um Aluminiumphosphid. Ein Lastwagen, der 80 Fässer des Schädlingsbekämpfungsmittels geladen hatte, war am 19. Dezember auf der Autobahn 7 bei Rosdorf verunglückt. Dabei war ein Autofahrer ums Leben gekommen. Die Bergungsarbeiten auf der Autobahn dauerten bis zum 21. Dezember. Die mehr als 70 intakten Fässer waren bereits kurz vor Weihnachten abtransportiert worden. (bsc)

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