Gefahrgutunfall bei Göttinger Spedition: Phosphorsäure trat aus

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Einsatz auf Speditionsgelände: Im Innern der Halle des Unternehmens war die Feuerwehr im Einsatz. Dort war Phosphorsäure aus einem 1000-Liter-Fass ausgelaufen.

Göttingen. Zu einem Gefahrgutunfall kam es am Freitag gegen 17.30 Uhr auf dem Gelände einer Göttinger Spedition. Dabei sind 50 Liter 75-prozentige Phosphorsäure ausgelaufen.

Personen wurden nicht verletzt. Die Bevölkerung war nicht gefährdet. Der Vorfall ereignete sich beim Be- beziehungsweise Entladen mit einem Gabelstapler auf dem Firmengelände an der Industriestraße. Dabei wurde ein Fass mit der Säure beschädigt. Der Gabelstaplerfahrer, ein 18-jähriger Angestellter der Firma, war vermutlich zu schnell um eine Kurve gefahren.

Der junge Mann alarmierte sofort einen Kollegen, der das auslaufende Fass mit einem anderen Stapler drehte, damit keine Säure mehr auslaufen konnte. Die Feuerwehr war mit 14 Aktiven schnell zur Stelle. Im Einsatz waren die Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr Grone. Der Unfallort wurde von der Feuerwehr abgestreut. Die Ermittlungen dauern an.Inzwischen wurde eine Spezialfirma beauftragt, den restlichen Inhalt des 1000-Liter-Fasses umzupumpen. Phosphorsäure entwickelt ätzende und reizende Dämpfe. Es kann Metalle angreifen, dabei Wasserstoffgas entwickeln und mit Luft ein explosionsfähiges Gemisch bilden.

Die Säure dient laut Online-Lexikon Wikipedia als Ausgangsstoff zur Herstellung phosphathaltiger Dünger, von Waschmitteln, Rostentfernern beziehungsweise von Rostumwandler sowie zur Passivierung von Eisen und Zink zum Schutz vor Korrosion. Auf dem Speditionsgelände hatte es im September vergangenen Jahres ebenfalls einen Chemie-Unfall gegeben. Damals war ein Phenolharz-Gemisch ausgetreten. (bsc/ysr)

In Göttingen trat Phosphorsäure aus

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