Einweihung am Freitag

Gegner kritisieren weiterhin das Göttinger Bio-Wärme-Zentrum 

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Das Bio-Wärme-Zentrum der Stadtwerke Göttingen: Gegner kritisieren die Anlage. 

Die Stadtwerke Göttingen weihen an diesem Freitag ihr neues Bio-Wärme-Zentrum offiziell ein. Das Projekt wird weiterhin von mehreren Verbänden und Initiativen kritisiert.

Das Projekt ist nach Angaben der Stadtwerke ein wichtiger Baustein in der Fernwärme-Strategie des Unternehmens. Laut Dr. Gerd Rappenecker, Technischer Vorstand der Stadtwerke, soll mit dem BioWärmeZentrum der Anteil erneuerbarer Energien in der Fernwärme auf etwa Zweidrittel erhöht werden. 

Nach Darstellung von Rappenecker werden die Kohlendioxid-Emissionen damit halbiert.

Kritiker fordern, die Anlage nicht in Betrieb zu nehmen

Die Umweltgewerkschaft Göttingen, die Naturfreunde Göttingen, die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs MLPD Göttingen, Rebell Göttingen und Lichtenborner Kräuter fordern hingegen, die Anlage nicht in Betrieb zu nehmen. 

Und machen dies gleich an mehreren Punkten fest: So wird nach Angaben der Kritiker lediglich eine zweitklassige Filtertechnik eingesetzt. Nach Darstellung der Gegner entstehen große Mengen an giftigen Abgasen, unter anderem Dioxine. 

„Diese verursachen sehr ernste Gesundheitsschäden. Die eingesetzte Filtertechnik ist primitiv und kann dies nicht zurückhalten“, heißt es.

Außerdem werde durch die Verbrennung des Holzes der Stoffkreislauf des Waldes nachhaltig gestört. „Die entstehenden Holzaschen sind giftiger Sondermüll und müssen auf Sondermülldeponien gebracht werden. Das entzieht den Wäldern wichtige Nährstoffe“, sagen die Gegner des Projekts.

Weitere Kritikpunkte: Es werden vorrangig billige Holzabfälle aus industrieller Müllverwertung verbrannt statt „Borkenkäfer-Holz“ aus der Region verarbeitet. Außerdem entstehen durch die Anlieferung aus Kassel aus Sicht der Gegner zu viele Leerfahrten.

Um auf die Anliegen aufmerksam zu machen, findet am Freitag um 14 Uhr eine Kundgebung an der Hildebrandstraße/Ecke Maschmühlenwegweg statt. 

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