Weiterer Budenbetreiber will Standplatz einklagen

Göttinger Weihnachtsmarkt beschäftigt Gericht

Zankapfel Standort: Das Göttinger Verwaltungsgericht muss sich mit der Vergabepraxis für Standbetreiber auf dem Weihnachtsmarkt in Göttingen befassen. Archivfoto:  Strunk/nh

Göttingen. In sechs Wochen ist es wieder soweit: Am 23. November wird der Göttinger Weihnachtsmarkt eröffnet. Vorher beschäftigt der adventliche Budenzauber, der stets Besucher aus ganz Südniedersachsen anzieht, allerdings das Göttinger Verwaltungsgericht.

Grund sind zwei Klagen, in denen es buchstäblich um die Wurst geht: Zwei Bewerber, die beide einen Bratwurststand auf dem Weihnachtsmarkt betreiben möchten, wehren sich mit Eilanträgen gegen die Vergabe der Standplätze durch die Stadt.

In einem Fall klagt ein Bewerber aus Hann. Münden dagegen, dass er bei der Vergabe nicht berücksichtigt wurde. Die Bewerbung sei zu wenig aussagekräftig gewesen, begründete Verwaltungssprecher Detlef Johannson die Absage. Das zweite Verfahren hat ein Bewerber aus Bad Gandersheim (Kreis Northeim) angestrengt.

Zuteilung per Losverfahren

Dieser hatte bereits im Sommer das Gericht eingeschaltet, nachdem ihm die Stadt zunächst die Aussichtslosigkeit seiner Bewerbung signalisiert hatte, weil er bis dahin noch keinen Stand vorzuweisen hatte. Beide Seiten einigten sich dann allerdings auf einen Vergleich, der Kläger wurde als Standbetreiber zugelassen. Allerdings war der Bad Gandersheimer nicht mit dem Platz zufrieden, den ihm die Stadt für seinen Würstchenstand zugeteilt hatte. Deshalb zog er erneut vor Gericht. Jetzt verlangt er, dass über die Zuteilung der Standorte das Los entscheidet. Das Gericht hat zur Prüfung des Falles auch die übrigen Wurstbudenbetreiber beigeladen. Eine Entscheidung steht noch aus.

Dass ein Stand auf dem Göttinger Weihnachtsmarkt eine lohnende Angelegenheit sein kann, zeigt eine Studie der Universität Göttingen. Danach gab im Jahr 2008 jeder Weihnachtsmarktbesucher knapp 13 Euro aus.

Von Heidi Niemann

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