Sartorius-Spende für Hebammen-Schule in Afrika

100 000 Euro für Projekt gegen Müttersterblichkeit

Sartorius unterstützt eine Hebammenschule in Sierra Leone. Das Geld kommt aus der internen Aktion „Spende statt Geschenke“. Zu sehen sind eine Hebamme und eine Mutter mit Kind auf dem Arm in Sierra Leone.
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Gute Tat: Sartorius unterstützt eine Hebammenschule in Sierra Leone. Das Geld kommt aus der internen Aktion „Spende statt Geschenke“.

Keine Geschenke an Geschäftskunden, dafür eine Spende für den karitativen Zweck: Die Sartorius AG unterstützt so mit 100 000 Euro eine Hebammenschule in Sierra Leone.

Göttingen – Sierra Leone in Westafrika verzeichnet eine der höchsten Müttersterblichkeitsraten weltweit. Um die Situation vor Ort zu verbessern, hat das Medikamentenhilfswerk Action Medeor vor vier Jahren mit der Caritas in Sierra Leone im Distrikt Bo in der Südprovinz des Landes eine Hebammenschule eingerichtet. Nun bekommt diese Schule großzügige finanzielle Unterstützung aus Deutschland – vom Göttinger Life-Science Konzern Sartorius.

Die Göttinger unterstützen das Projekt im Rahmen der Unternehmensinitiative „Spende statt Geschenke“ mit 100 000 Euro und verzichtet dafür auf Weihnachtspräsente für Kunden und Geschäftspartner.

„Mit der Verbesserung der Hebammen-Ausbildung leistet das Projekt einen wichtigen und nachhaltigen Beitrag zur Förderung der Gesundheitsversorgung von Müttern und ihren Neugeborenen“, sagte Petra Kirchhoff, Leiterin der Unternehmenskommunikation bei Sartorius.

Das Projekt in Sierra Leone stellt vor allem den Grundsatz „Hilfe zur Selbsthilfe“ in den Mittelpunkt. Bei der Hebammenschule geht es nicht nur um die Ausbildung der Frauen vor Ort. Vielmehr werden im Rahmen des Projekts Praxiseinheiten in verschiedenen Lehrkrankenhäusern des Landes gefördert und die dortigen Auszubildenden qualifiziert.

Um dem Mangel an ausgebildeten Hebammen im ländlichen Raum entgegenzuwirken, werden zudem zwei ländliche Gesundheitsstationen zu Mutter-Kind-Notfallzentren umgebaut und ausgestattet.

Während des Projektzeitraums werden 350 Frauen zu Hebammen ausgebildet, 95 praktizierende Hebammen zu Ausbilderinnen weitergebildet und fünf Lehrkräfte der Hebammenschule im Bereich berufliche Weiterbildung und Entwicklung qualifiziert. Und: Die so erworbenen Kompetenzen des Lehr- und Gesundheitspersonals werden weitergegeben, dienen somit der Bevölkerung in Sierra Leone langfristig.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass der Zugang zu Hebammendienstleistungen in Ländern mit niedrigem Einkommen wie Sierra Leone einen signifikanten Beitrag zur Reduktion der Müttersterblichkeit leisten kann.

Seit sechs Jahren gibt es eine Sozialpartnerschaft zwischen Action Medeor und Sartorius. Seitdem hat das Unternehmen Projekte des Medikamentenhilfswerks im Nordirak, im Jemen, in der DR Kongo und in Tansania unterstützt. „Seit 2015 trägt Sartorius mit seinem Engagement dazu bei, dass Menschen in Entwicklungsländern Zugang zu Medikamenten und medizinischen Leistungen bekommen“, sagt Sid Peruvemba, Vorstandssprecher von Action Medeor. „Diese Kontinuität ist beeindruckend.“ Gerade in Corona-Zeiten sei sie noch wichtiger geworden, denn die Menschen im globalen Süden leiden unter den gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen der Pandemie.“ (Thomas Kopietz)

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