Gelungene Premiere

Langer Applaus für English Drama Workshop in Göttingen

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Premiere von „The Sound of Music“: (von links) Charlotte Sophie Bruns Knight als „Louisa“, Oskar Piskurek als „Kurt“, Shaunagh Hartz als „Brigitta“, Andreas Hey als „Captain Georg von Trapp“, Helena Köke als „Marta, Fabian Hartje als „Friedrich“, Billie Carlson als „Gretl“ (nicht im Bild) und Kristina Schmidt als „Liesl“.

Göttingen. Stehende Ovationen und Zugabe-Rufe gab es nach der Premiere des Stücks „The Sound of Music“ vom English Drama Workshop Göttingen im Theater im OP in Göttingen.

Unter der Regie von Karin Reilly ist den Darstellern ein ergreifender Musical-Abend gelungen, ein Abend, an dem in einem Stück gleich zwei Geschichten gut erzählt werden. Nebenbei bemerkt: Alles spielt auf Englisch.

Die erste Geschichte dreht sich um Maria. Sie will ins Kloster, doch sie wird nicht gleich aufgenommen. In einer Familie mit sieben Kindern, die ohne Mutter im strengen Regime des Vaters aufwachsen, soll sie ihre Eignung fürs Kloster beweisen. Doch da kommt ihr Captain Georg von Trapp, der Vater der Zöglinge, dazwischen. Verhärtet vom frühen Verlust ihrer Mutter lernt er mit Maria wieder zu singen. Als die beiden zueinander finden, könnte mit dem Theaterstück Schluss sein. Doch was sich im ersten Teil wie auf leisen Sohlen als leise Bedrohung im Hintergrund anschleicht, wächst nach der Pause zur eigenen Geschichte. Der Nationalsozialismus zieht in Österreich ein, es kommt zum Anschluss. Die Familie von Trapp muss aus ihrer Heimat fliehen.

Wahre Geschichte

Das Theaterstück basiert auf einer wahren Geschichte, sie ist an Maria Augusta von Trapps Lebensgeschichte angelehnt. Als Maria und Georg von Trapp sich im Stück von Oscar Hammerstein gefunden haben, wird der Captain zur deutschen Marine eingezogen. Doch ein Auftritt des Familienchors bringt ihnen Zeit, sie können fliehen. Durch die Berge führt ihr Weg nach Italien, überzeugendes Theaterspiel macht im ThOP eine Treppe von der Bühne zur Bergwand.

Hals über Kopf verliebt

In dem über 30-köpfigen Ensemble gibt Gülüs Yaz Ertürk eine herzerwärmende Maria, kein Wunder das der Captain (Andreas Hey) sich Hals über Kopf in sie verliebt. Viel Spaß macht die muntere Kinderschar, die von fünf- bis 18-jährigen Heranwachsenden treffend gespielt wird. Hut ab vor der Leistung des Ensembles bei den Songs von Richard Rodgers. Zwar geraten manche Passagen etwas dünn, nicht immer ist die Stimmung hundertprozentig, doch allen Darstellern gelingt es auch singend, das Publikum in ihren Bann zu schlagen. Nach drei Stunden, die wie im Flug vorbeigehen, ist der lange, euphorische Applaus sehr verdient.

Die nächsten Vorstellungen sind am Freitag und Samstag, 10. und 11. Juni, jeweils um 19.15 Uhr sowie am Sonntag, 12. Juni, um 15 Uhr. Weitere Termine kann man im Internet nachlesen. (zul)

www.thop.uni-goettingen.de/kalender/index.php

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