1500 Besucher

Open-Air im Kaiser-Wilhelm-Park: Gelungener Auftakt mit Phil Bates

Zurück in die 70er: Das Electric Light Orchestra von Phil Bates im Kaiser-Wilhelm-Park. Foto: Kuhle

Göttingen. Die Bedenken verfliegen in der warmen Sommernacht: Nach mäßigem Vorverkauf ist Tag eins des Open-Air-Festivals im Göttinger Kaiser-Wilhelm-Park dennoch gut besucht.

Und dort passt auch die Popmusik des Electric Light Orchestra (ELO), von Phil Bates und Band dargeboten, wunderbar in die Nacht und in die schön beleuchtete Wald-Arena.

Auf Bates und seine sieben Mitmusiker und Mitmusikerinnen warten am späten Freitagabend viele Besucher, die schon damals zur großen ELO-Zeit ab Mitte der 70er-Jahre Fans waren, was beim Blick ins Publikum nicht zu übersehen ist: Das Durchschnittsalter der KWP-Zuschauer liegt sicher weit jenseits der 40. Ja, damals, als „Livin´ Thing“ den Frust während der Ausbildung vertrieb. Damals, als die Raumschiffe auf den Covern der Vinyl-Platten die Gedanken hinaus ins All lockten.

In der herrlich entspannten Stimmung im KWP gibt die Band den Fans das, was sie wollen, eben viele alte ELO-Stücke und den scheinbaren Fremd-Hit, „Xanadu“ von Olivia Newton-John, der aber aus der Feder von Jeff Lynne stammt. Und Lynne war Kopf sowie Produzent von ELO.

Lynne hat auch die großen Hits komponiert, zu finden vor allem auf den beiden Alben „Out of the Blue“ und „A New World Record“, das nach „Evil Woman“ den zweiten großen Hit „Livin´ Thing“ beinhaltete. Beide Stücke bringen Bates und Co. natürlich auch im KWP, fein arrangiert, sauber gespielt auch von drei Streichern – schon einst ein Kennzeichen der ELO-Stücke. In den Bates-Interpretationen klingen sie frisch und natürlich weniger steril, als einst, mit für damalige Maßstäbe enormer Studiotechnik produziert.

Auch die Dramaturgie passt: Zum Ende des Konzertes zieht die Band das Tempo noch einmal an. Eingängige Songs wie „Turn to Stone“, „Mr.Blue Sky“ und natürlich „Roll Over Beethoven“ sind ebenso im Repertoire wie „Don´t bring me down“. Riesenbeifall für eine Band um ihren Leader Phil Bates, dem der Auftritt im KWP ebenso Spaß gemacht hat wie den Besuchern. Die fliegen zwar danach nicht mit dem ELO-Raumschiff zurück in die Stadt, aber die „Schüttel-Busse“, wie Moderator Christoph Huber witzelte, als kostenlose Transporter sind auch nicht schlecht.

Tausende Fans beim Open Air-Festival im Kaiser-Wilhelm-Park

Am Samstag geht es weiter im KWP, unter anderem mit dem hervorragenden Sänger Tom Gaebel und seinem Swing-Orchester sowie als Headliner Jupiter Jones. Karten kosten an der Abendkasse 20 Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.