Gemeinde wirbt mit Aufklärung gegen Islamfeindlichkeit

Polizeibesuch in der Ditib-Moschee in Göttingen: Auf dem Bild von links Metin Ozcan, Mustafa Keskin, Klaus Häuser, Ozan Kahya, Engin Kalkisim, Ismail Isik, Uwe Lührig, Emine Öztürk, Polizeisprecherin Margret Reinecke, Volker Warnecke und Ibrahim Elmas. Foto: nh

Göttingen. Der Vorstand der Türkisch-Islamischen Gemeinde zu Göttingen (Ditib) distanziert sich ausdrücklich von jeder Form von Gewalt und sieht gerade auch im Hinblick auf Terroranschläge die Notwendigkeit, gegen anwachsende Islamophobie (Islamfeindlichkeit) aufzuklären.

„Es gibt keinen radikalen Islam. Es ist immer der Mensch, der die Radikalisierung vorantreibt“, sagte Ditib-Vorstand Mustafa Keskin beim Besuch von Polizeipräsident Uwe Lührig in der Moschee in Grone.

Nach Polizeiangaben wurde Lührig begleitet vom Leiter des Dezernates für Kriminalitätsbekämpfung, Polizeidirektor Klaus Häuser, dem Migrationsbeauftragten Polizeikommissar Ozan Kahya und dem Leiter des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Göttingen, Kriminaldirektor Volker Warnecke.

Der neue Imam Ismail Isik und der Vorstand der Ditib- Gemeinde bekräftigten, dass sie sich als Teil der Gesellschaft sehen und auch deren Ängste und Sorgen teilen. Lührig sagte der Gemeinde die uneingeschränkte Unterstützung der Polizei zu: „Staatliche Institutionen müssen alle rechtlichen Instrumente ausschöpfen, um islamfeindliche Tendenzen unmittelbar zu unterbinden.“

Lührig nutzte die Gelegenheit, Polizeikommissar Ozan Kahya vorzustellen, der seit diesem Monat Migrationsbeauftragter der Polizeidirektion Göttingen ist. Neben der Beratung von Mitarbeitern der Polizei über soziokulturelle Hintergründe und Probleme von Migranten sowie der Unterstützung und Vermittlung bei polizeilichen Lagen wird der 29-Jährige auch Ansprechpartner für Migranten und deren Organisationen sein.

Der Vorstand der Ditib-Gemeinde geht davon aus, dass sich die Beziehung zur Polizei durch den neuen Migrationsbeauftragten noch intensivieren wird.

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