Stadt und Polizei sind jetzt offiziell Partner

Gemeinsame Besprechungen, Streifen und Verkehrsschauen sind fest vereinbart 

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Feierlich: Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (2.v.r.) und leitender Polizeidirektor Thomas Rath (links daneben) präsentieren die frisch unterzeichnete Vereinbarung. Rainer Nolte (lins), Leiter Einsatz bei der PI Göttingen und Christian Schmetz, Dezernent für Finanzen, Ordnung und Feuerwehr, freuten sich mit ihnen. 

Um die Zusammenarbeit zu stärken und die öffentliche Sicherheit zu verbessern haben Stadt und Polizeiinspektion (PI) Göttingen eine Sicherheitspartnerschaft abgeschlossen. Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler und PI-Leiter Thomas Rath unterzeichneten eine entsprechende Vereinbarung.

„Stadt und Polizeiinspektion arbeiten schon seit langem eng und vertrauensvoll zusammen“, betonte Köhler. Wie gut diese Zusammenarbeit funktioniere, habe sich nicht zuletzt während der Corona-Krise gezeigt. „Aber natürlich tragen auch beide Seiten Verantwortung für die Sicherheit in der Stadt“, so der Bürgermeister weiter. Diese Sicherheit sei ein „hohes subjektives, aber auch objektives Bedürfnis der Menschen, dass alle Beteiligten verpflichtet und gleichzeitig auch animiert“, betonte Köhler.

„Wenn man mich fragen würde, ob wir diese schriftliche Vereinbarung zwingend brauchen, würde ich sicher mit nein antworten“, meinte Thomas Rath, von dem immerhin die Initiative für die Sicherheitspartnerschaft ausging. „Dieses Schriftstück zeigt, was wir tatsächlich längst schon leben.“ Dennoch sei es nach 18 Jahren als Inspektionsleiter in Göttingen für ihn „eine Herzensangelegenheit“ gewesen, „weil das Erinnern an Selbstverständlichkeiten dazu beiträgt, dass nichts einschläft“. Und außerdem habe er hier auch schon Zeiten erlebt, „die nicht von so viel gegenseitigem Vertrauen geprägt waren, wie es jetzt der Fall ist“.

Gegenseitige Unterstützung

Neben einer „engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit im Rahmen der gesetzlichen Befugnisse zur Erledigung der übertragenen Aufgaben“ sieht die anfängliche Erklärung der von Stadt und Polizei unterzeichnete Vereinbarung eine gegenseitige Unterstützung „im Rahmen der rechtlichen und tatsächlichen Möglichkeiten“ sowie das Sicherstellen einer „bestmöglichen Aufgabenerledigung durch eine vertrauensvolle und kooperative Zusammenarbeit in aktiver Kommunikation und gegenseitiger Information“ vor. Das wirklich Neue findet sich jedoch weiter hinten im Text der Vereinbarung. So sind unter anderem regelmäßige und gemeinsame Lage- und Sicherheitsbesprechungen von Polizei und Ordnungsamt vereinbart – mindestens halbjährig. Weiterhin gibt es zur „Erhöhung der sichtbaren Präsenz“ kontinuierliche und gemeinsame Streifen beider Partner, regelmäßige Verkehrsschauen von Stadtverwaltung und Polizei zur Erhöhung der Sicherheit sowie gemeinsame Fortbildungen.

„Ich bin stolz darauf, dass sich die Stadt in dieser Form zu uns bekennt“, freute sich Thomas Rath. Oberbürgermeister Köhler betonte, dass der Zeitpunkt der Unterschrift nichts mit den Corona-bedingten Vorfällen der vergangenen Woche zu tun habe. „Dieser Termin stand lange fest und bildet den Abschluss eines langen Arbeitsprozesses“, meinte er.

Wie ernst es beiden Seiten mit der engeren Zusammenarbeit sei, zeige sich laut Köhler schließlich auch an anderer Stelle. Bei der Suche nach neuen Räumlichkeiten für die Innenstadtwache der Polizei ist die Stadt mit im Boot, da dort künftig auch Mitarbeiter des Stadtordnungsdienstes untergebracht werden sollen.

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