Gericht stellt Verfahren gegen vermeintlich übergriffigen Koch ein

Ort der Verhandlung: Gebäude des Amtsgerichts und Landgerichts in Göttingen. Foto: Kopietz

Göttingen. Ein Prozess wegen sexueller Übergriffe in einem Hotel in Duderstadt ist vor dem Göttinger Landgericht ohne Urteil zu Ende gegangen.

Die Beteiligten hätten sich darauf geeinigt, das in einem Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführte Verfahren vorläufig einzustellen, teilte eine Justizsprecherin mit. Als Auflage müsse der Angeklagte der Betroffenen ein Schmerzensgeld von 2500 Euro zahlen.

Die Staatsanwaltschaft hatte den 42-jährigen Koch wegen sexuellen Missbrauchs widerstandsunfähiger Personen angeklagt. Sie warf dem früheren Hotelmitarbeiter vor, sich im Juni 2016 um halb sieben Uhr morgens mit einem eigenen Generalschlüssel Zutritt zu einem der Hotelzimmer verschafft zu haben. Dort soll er sexuelle Handlungen an einer Frau vorgenommen haben, die aufgrund ihres Alkoholkonsums am Vorabend unter einem Rausch gelitten haben soll.

Dass das Verfahren am Ende eingestellt wurde, lag nach Angaben der Justizsprecherin daran, dass dem Angeklagten kein Verbrechenstatbestand nachzuweisen gewesen sei. Auf Antrag der Verteidigung war die Öffentlichkeit nach Verlesung der Anklage von der Verhandlung ausgeschlossen worden.

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