Team war unterwegs

Geschichte der Filmstadt: Drehort Göttingen im Fernsehen

+
Filmstadt Göttingen: Im ehemaligen Filmatelier auf dem Gelände von Sartorius drehte ein Team von RTL Niedersachsen für einen Beitrag. Auf der Beleuchterbrücke steht Sven Schreivogel vom Filmbüro Göttingen.

Die Geschichte Göttingens als Filmstadt und die Pläne mehrerer Netzwerke und Initiativen, die Universitätsstadt als Drehort wieder zu beleben versuchen, rückt auch überregional immer mehr in den Fokus.

Nachdem das NDR-Fernsehen bereits im vergangenen Jahr berichtete, war Anfang Februar ein Fernsehteam von RTL zwei Tage in Göttingen und begab sich auf Spurensuche nach Drehorten von Klassikern wie „Natürlich die Autofahrer“ und „Hunde, wollt Ihr ewig leben?“

Begleitet wurde das Team von Sven Schreivogel, Anschieber der „Initiative Drehort Göttingen“. Er führte Redakteurin Jana Plener, Kamerafrau Timna Gibson und Malte Kley (Licht/Ton) an verschiedene Drehorte in der Innenstadt und auf dem Kerstlingeröder Feld. Überdies hatte die Sartorius AG kurzfristig eine Drehgenehmigung für das ehemalige Filmatelier an der August-Spindler-Straße erteilt, das heute als Logistikhalle genutzt wird.

Dass dort gedreht werden konnte, erfreute Sven Schreivogel vom Göttinger Filmbüro besonders.

Gesendet wurde der siebenminütige TV-Beitrag am Donnerstag, 27. Februar, um 18 Uhr bei RTL Nord

. (https://www.tvnow.de/shows/rtl-nord-nds-hb-15566/weitere/episode-0-sendung-vom-27-02-2020-3008557)

Derweil geht die Arbeit der Initiative Drehort Göttingen weiter. Jetzt wurden Arbeitgruppen gebildet, die sich unter anderem mit der Stoffentwicklung für Filme beschäftigen sollen, sowie Inhaltliches vertieft.

Neu dabei ist Kai Helm, Schauspieler („Das Haus Anubis“) mit Göttinger Wurzeln und früherer Schauspiellehrer der ebenfalls in der Initiative aktiven und aus Filmen und Serien (u.a. „Der Bergdoktor) bekannten Natalie O’Hara, die aus Göttingen stammt und am Theodor-Heuss-Gymnasium (THG) ihr Abitur machte.

Mit dem Filmbüro Göttingen wählt Schreivogel eine neue Herangehensweise: Anstatt vorher einen Film zu produzieren und dann die Vermarktung eines einzelnen Produktes zu betreiben, setzt man auf Fernsehproduktionen, bestenfalls eine Serie. „Eine nachhaltige Wirkung lässt sich allein mit dem Medium Fernsehen erreichen“, glaubt Schreivogel. Er will deshalb TV-Produktionen nach Göttingen holen.

In diese Ausrichtung passt, dass in der Kreativwerkstatt der Initiative Drehort Göttingen auch echte TV-Leute mitwerkeln, wie der investigative Journalist Eki Sieker (ZDF, „Die Anstalt“), Silke Winter (Producerin Talpa Germany) und Regisseur Patrick Caputo („Rote Rosen“). Sie waren auch schon beim ersten Initiativtreffen am 9./10. November dabei. Das nächste Treffen der Initiative ist für die zweite Aprilhälfte geplant

VON PER SCHRÖTER UND THOMAS KOPIETZ

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.