Absolventen begleiten neue Technologien

Gesundheitscampus in Göttingen: Größere Nachfrage nach Medizintechnik durch Corona

Vorlesung am Gesundheitscampus in Göttingen. Zum Wintersemester 2017/2018 gab es 30 Studienplätze für Medizintechnik.
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Vorlesung am Gesundheitscampus in Göttingen. Zum Wintersemester 2017/2018 gab es 30 Studienplätze für Medizintechnik.

Der sechssemestrige Studiengang Medizintechnik ist ein innovatives Kooperationsprojekt der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen.

Göttingen – Im Wintersemester 2017/2018 wurde das Fach erstmals – noch unter dem Namen Mediziningenieurwesen – mit Abschluss Bachelor of Engineering und 30 Studienplätzen angeboten.

Die Absolventen können neue Technologien von der Konzeption bis zur Markteinführung begleiten und im Hinblick auf ihre Marktchancen und ihre medizinischen und ökonomischen Erfolgsaussichten bewerten.

Herausragendes Merkmal des Studienganges Medizintechnik ist die enge Verzahnung von technisch geprägten Disziplinen der HAWK-Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit in Göttingen sowie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). „Aus Sicht der Patientenversorgung ist es für die UMG als Anwenderin medizin-technischer Produkte wichtig, deren Entwicklung und den hieraus resultierenden Innovationsimpuls für das Gesundheitssystem zu unterstützen. Die ersten Bachelorabschlüsse sind ein wichtiger Meilenstein für die Etablierung medizin-technischer Kompetenz in Göttingen“, so Dr. Gertrude Bunt, Leiterin des Forschungsbereichs für technologische Innovation von mikroskopischen Technologien und ihrer Anwendung am Institut für Neuropathologie der UMG und Dozierende am Gesundheitscampus Göttingen.

Darüber hinaus werden auch die Rahmenbedingungen, die bei der Erforschung, Entwicklung und den Zulassungsverfahren von Medizinprodukten notwendig sind, in einem der Studienbereiche behandelt. Themen sind zudem medizintechnische Gesamtlösungen und Dienstleistungen.

Prof. Dr. Christoph Rußmann, Dekan der HAWK-Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit in Göttingen, sagt: „Medizintechnik ist durch die Covid-19-Pandemie noch stärker als bisher in den Fokus der Öffentlichkeit geraten“.

Neben dem Bedarf an Impfstoffen und Medikamenten sei die schnelle Verfügbarkeit von Medizintechnik – wie unter anderem Mundschutz, Schnelltests oder Beatmungsgeräte – von zentraler Bedeutung. Wichtig sei, so Rußmann weiter, dass Experten auf diesem Gebiet entsprechende Produkte entwickeln und unter Einhaltung der komplexen Zulassungsbedingungen auf den Markt bringen können – und das seien die Medizintechnikeren.  mzi

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