Gratis-Auftritte in Senioren- und Pflegeheimen überzeugten die Jury

Gesundheitspreis für Sänger und Student

Lukas Mehhorn
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Er trat in Senioren- und Pflegeheimen kostenlos auf: Damit überzeugte Lukas Mehhorn die Juroren und erhielt den Gesundheitspreis. Das Foto entstand bei einem Gastspiel in Hardegsen.

In der Corona-Krise haben Gruppen und Einzelpersonen mit Projekten ein Zeichen gesetzt. Drei beispielhafte Initiativen wurden jetzt von der Gesundheitsregion Südniedersachsen dafür ausgezeichnet.

Göttingen – Sieger und Gewinner des Gesundheitspreises wurde mit Lukas Mehlhorn ein Sänger und Student. Gesucht waren kreative Beiträge zur Bewältigung der Pandemie. Der Wettbewerb war aus Anlass des zehnjährigen Bestehens der Gesundheitsregion ins Leben gerufen worden.

Der Sieger, Singer und Songwriter Lukuas Mehlhorn, überzeugte die Jury mit seinen kostenlosen Auftritten in Senioren- und Pflegeheimen. Mit dem Preisgeld in Höhe von 1250 Euro will er seine Musikausrüstung ergänzen und die Fahrtkosten decken. Mehlhorn ist Student des Wirtschaftsingenieurwesens an der Technischen Universität Clausthal und Frontmann einer Cover-Band in Bad Grund.

„Meine Auftritte in den Heimen waren immer kostenfrei, aber nie umsonst“, sagt Mehlhorn. Er erinnert sich an seine 18 Gastspiele: „Es flossen Tränen, es wurde gelacht und sich unterhalten. Ich habe so viel von den Heimbewohnern zurückbekommen.“

Rang zwei und damit ein Preisgeld von 500 Euro ging an den SC Hainberg. Der Göttinger Sportverein hat seine Angebote insbesondere für sozial benachteiligte Gruppen weiterentwickelt. Dazu gehören beispielsweise Einkaufshilfen, digitale Sportangebote und eine Ferienwelt für Kinder aus sozialen Brennpunkten. Das Preisgeld wird für die Anschaffung eines Sport- und Spielmobils für die Sportsozialarbeit verwendet.

Der dritte Platz geht an das Projekt „Rückenwind“, das aus einer Kooperation aller Göttinger Rotary Clubs und dem ASC Göttingen von 1846 entstand. „Rückenwind“ richtet sich einerseits an Schüler der Klassenstufen eins bis sechs, die durch den Zeitraum der Schulschließung den Anschluss zu verlieren drohen und an Studierende, die aufgrund der Corona-Krise unverschuldet ihre Nebentätigkeiten einschränken oder ganz aufgeben mussten. Das Preisgeld von 250 Euro fließt komplett in die Projektfinanzierung.

„Die große Resonanz der eingesandten Bewerbungen aus ganz Südniedersachsen zeigt, wie innovativ und kreativ unsere Region in Zeiten von Corona ist und dass gemeinsam viel erreicht werden kann“, macht Dr. Corinna Morys-Wortmann, Geschäftsstellenleiterin der Gesundheitsregion Südniedersachsen, deutlich. zu.hna.de/gesund221 (Bernd Schlegel)

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