Gewerkschaft Komba vertritt Beschäftigte im öffentlichen Dienst

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Für den öffentlichen Dienst: Der Vorstand der Gewerkschaft Komba Göttingen, von links Norbert Olbrich, Ralf Klemme, Laura Wohlgemuth, Daniel Bratscheck (Vorsitzender), Vanessa Arrigoni, Britta Matzen-Brücher und Martina Bruns setzt sich für die Beschäftigten ein.

Landkreis Göttingen. Sie vertreten die Beschäftigten im öffentlichen Dienst und wollen ihn besonders für Jugendliche wieder attraktiver machen: die Gewerkschaft komba.

Der Vorstand der Gewerkschaft stellte jetzt seine Arbeit vor. Die Komba (Kommunalgewerkschaft für Beamte und Arbeitnehmer) vertritt ausschließlich die Belange der Mitarbeiter im öffentlichen Dienst, sei deshalb weniger präsent als Gewerkschaften wie Verdi, sagte Vorstandsmitglied Martina Bruns. „Wir sind eine Spartgewerkschaft.“

Das sei aber keineswegs ein Nachteil, findet Pressesprecher Norbert Olbrich. „Wir sitzen unseren Kollegen im Büro direkt gegenüber. Wir wissen von ihren Sorgen und Nöten.“ Dennoch unterstützen sie nicht nur Mitglieder bei Gehaltsfragen und dem Arbeitgeberrechtsschutz. „Wir wollen Verunsicherungen entgegenwirken“, sagte Vorsitzender Daniel Bratscheck.

Eines ihrer Ziele ist es, den öffentlichen Dienst wieder attraktiver zu machen. „Wir wollen Jugendliche aufklären“, sagte Bratscheck. Deshalb helfen sie auch Auszubildenden, die nicht Mitglied in der Gewerkschaft sind. Junge Leute wollten nicht mehr in den öffentlichen Dienst, besonders die Bezahlung bringe viele dazu, in der Wirtschaft zu arbeiten. „Der öffentliche Dienst hängt hinterher“, sagte Bratscheck.

Auch, dass viele kommunale Arbeitgeber keine Zusage zur Übernahme von Auszubildenden geben wollen, trage zum demografischen Wandel bei, sagte Bruns. „Es wird viel Personal wegfallen, das ist ein großes Thema für uns.“

Die Komba sei einer der ältesten Gewerkschaften in Deutschland, sagt Olbrich. Im Jahr 1893 als Verband der Kommunalbeamten gegründet, musste sie während des Zweiten Weltkriegs aufgelöst werden. „Mit 17 Teilnehmern wurde die Komba Göttingen 1949 wiedergegründet.“ Seit den 1980er Jahren sei die Gewerkschaft tariffähig und nehme somit auch an Verhandlungen teil.

Heute habe die Komba mehrere hundert Mitglieder in Stadt und Landkreis Göttingen, sagte Bratscheck, 80 000 seien es bundesweit. Alle Mitglieder des Vorstands arbeiten ehrenamtlich. „Wir machen die Arbeit in unserer Freizeit.“

Weitere Informationen unter www.komba-goettingen.de

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