Tod nach der Abendrunde

Vermutlich war es ein Gift-Köder: Trauer um Hündin Bela

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Trauer um Hündin Bela in Göttingen: Sie kam vermutlich durch einen Gift-Köder ums Leben.

Göttingen. Möglicherweise treibt erneut ein Hundehasser in Göttingen sein Unwesen. In der vergangenen Woche traf es die Schäferhündin Bela am Hagenberg. Sie kam vermutlich durch einen Köder ums Leben.

Der lag vermutlich in der Nähe des Spielplatzes Pfalz-Grona-Park, der insbesondere von Familien im Sommer viel genutzt. Die Besitzerin (46) ging mit der 12-jährigen Hündin auf die Abendrunde. „Sie war wie immer an der Flexi-Leine“, erinnert die 46-jährige Besitzerin, die namentlich ungenannt bleiben will. Sie war wie jeden Abend mit Bela am Spielplatz „Pfalz-Grona-Park“ unterwegs.

Die Hündin hatte eine schwere Vergangenheit. Die Familie hatte das Tier aus Hattorf. Dort hatte sie vorher kein gutes Leben. „Bela war insgesamt sieben Jahre bei uns.“

Die Besitzerin hatte gar nicht bemerkt, dass die Deutsche Schäferhündin vermutlich einen Köder aufgenommen. Das etwas passiert war, wurde erst zwei Stunden nach dem Spaziergang deutlich. Die Hündin hatte plötzlich Schaum vor dem Mund und winselte. Die Besitzerin hatte noch versucht, einen Tierarzt zu erreichen. Aber da war es schon zu spät. Die Hündin starb.

Im Moment soll kein neuer Hund angeschafft werden, obwohl die elfjährige Tochter dies toll finden würde. Unter den Hundebesitzern am Hagenberg geht jetzt die Angst um. Viele führen ihre Tiere an der ganz kurzen Leine und lassen die Flexi-Leine daheim. Anzeige hat die Besitzerin bislang noch nicht erstattet. „Ich habe keinen Beweis für den Angriff auf den Hund.“

Aber: Ein Besitzer eines Cocker-Spaniels hat von Fleischbällchen gehört, die im Wald gelegen haben sollen. Die Hundebesitzer hoffen, dass nun alle deutlich aufmerksamer sind.

In Spielplatznähe

Für die „Hundeleute“ ist es zudem ein Unding, dass Köder möglicherweise in der Nähe des Spielplatzes liegen. Dadurch könnten auch Kinder gefährdet werden.

Bereits im Jahr 2015 gab es mehrfach Giftköder-Alarm im Bereich Göttingen. Auf Facebook warnen sich seither die Hundehalter oft gegenseitig: So gibt es mit „Gassi gehen Göttingen“ eine geschlossene Gruppe in der Uni-Stadt.

Außerdem existiert die Seite www.facebook.com/GiftkoederRadar, auf der sich Hundehalter in Deutschland, Österreich und der Schweiz gegenseitig warnen können. Die Informationen können übrigens auch im Internet abgerufen werden

Polizei ist dringend auf Hinweise angewiesen

„Die Polizei ist dringend auf Hinweise auf mögliche Giftköder angewiesen“, sagt Jasmin Kaatz, Sprecherin der Polizeiinspektion Göttingen.

Sie rät betroffenen Hundehalten, sich unbedingt bei den Beamten zu melden. „Nur so können wir ermitteln und einen möglichen Täter fassen“, macht Kaatz deutlich. Giftköder-Alarm gab es laut der Polizei immer einmal wieder. In manchen Fällen bestätigte der Verdacht sich allerdings auch nicht, sagte die Sprecherin.

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