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Gläubige in Göttingen brechen gemeinsam mit vielen Gästen das Fasten

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Von: Bernd Schlegel

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Gruppenbild: Jacqueline Jürgenliemk, Vorsitzende der jüdischen Gemeinde, Oberbürgermeister Petra Broistedt und Sozialdezernentin Anja Krause.
Begegnung in der Göttinger Moschee: (von links) Jacqueline Jürgenliemk, Vorsitzende der jüdischen Gemeinde, Oberbürgermeister Petra Broistedt und Sozialdezernentin Anja Krause. © Bernd Schlegel

Zu einem festlichen Abend mit vielen Gästen luden die Mitglieder der Göttinger Ditib-Gemeinde zum Ramadan ein.

Göttingen – Muslime, Christen und Juden brachen am Donnerstag in Göttingen gemeinsam das Fasten im Ramadan. Die Ditib-Gemeinde hatte zu der gemeinsamen Feier eingeladen.

Noch bis zum 1. Mai dauert der Fastenmonat an. Das Fastenbrechen findet nach Untergang der Sonne statt. Die Gäste nutzen nach dem festlichen Essen die Möglichkeit, die Moschee am Königsstieg zu besichtigen.

„Es ist eine Zeit des Innehaltens und eine Zeit der Läuterung“, hatte Ali-Serkan Sahbaz, Vorstandssprecher der Ditib-Gemeinde, die zahlreichen Gäste aus den anderen Gemeinden und der Stadtgesellschaft begrüßt. Gleichzeitig erinnerte er an den Krieg in der Ukraine. Deshalb sei es auch an diesem Abend wichtig, der Opfer zu gedenken und um den Frieden zu bitten.

Gruppenbild der Gäste beim Fastenbrechen im Ramadan in der Ditib-Gemeinde.
Gemeinsames Fastenbrechen: (von links) Oberbürgermeisterin Petra Broistedt, Sozialdezernentin Anja Krause, Jacqueline Jürgenliemk (Vorsitzende der jüdischen Gemeinde), Christina Hammer vom Göttinger Büro für der Integration, Ali-Serkan Sahbaz (Vorstandssprecher der Ditib-Gemeinde) sowie Dechant Wigbert Schwarze. © Bernd Schlegel

Göttingens Oberbürgermeisterin Petra Broistedt wies in ihrem Grußwort darauf hin, dass der Ramadan in diesem Jahr auch in den Ostermonat der christlichen Gemeinden und das Pessach-Fest der jüdischen Gemeinde fällt. „Wir begreifen Vielfalt als Chance“, sagte die Oberbürgermeisterin mit Blick auf die Situation in Göttingen.

Ein Beispiel für die interreligiöse Arbeit in Göttingen sei der Runde Tisch der Abrahamsreligionen, der Raum für Gespräche biete: „Wir bleiben auch bei Konflikten im Gespräch“, sagte die Oberbürgermeisterin während des Abemds.

Gül Özge Kaya, Generalkonsulin der Türkei aus Hannover, betonte die Wichtigkeit der Toleranz und des gegenseitigen Respekts.

Jacqueline Jürgenliemk, Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in Göttingen, erinnerte an die Bedeutung des Pessach-Festes, mit dem an den Auszug aus Ägypten, also die Befreiung der Israeliten aus der Sklaverei, erinnert werde. Durch den Krieg in der Ukraine werde vielen nun die Freiheit genommen und viele seien nun auf der Flucht. Der gemeinsame Abend in Göttingen sei ein Neustart, dem ein ernsthafter Dialog voraugegegangen sei.

Auch Thorsten Rohloff, stellvertretender Superintendent des Kirchenkreises Göttingen, wies auf die Folgen des Krieges in der Urkaine hin. (Bernd Schlegel)

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