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„Glanzlichter“: Wunderbare Bereicherung am Göttinger Faßberg

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Von: Ute Lawrenz

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Bernd Nawothning (Vibraphon, links.) und Thomas Koch (Kontrabass, Gitarre) spielten ungewöhnliche Kreationen.
Feier „20 Jahre Kunst am Fassberg“: Bernd Nawothning (Vibraphon, links.) und Thomas Koch (Kontrabass, Gitarre) spielten ungewöhnliche Kreationen. © Ute Lawrenz

Nach zwei Jahren Pause feiert das Göttinger MPI mit „Glanzlichter - 20 Jahre Kunst am Faßberg“ die Wiederaufnahme seiner Ausstellungsreihe.

Göttingen – 20 Jahre Kunst am Fassberg: Mit Glanzlichtern ist die Ausstellungsreihe des Max-Planck-Instituts für Multidisziplinäre Naturwissenschaften in Göttingen nach zwei Jahren Corona-Pause wieder aufgenommen worden. Im gut gefüllten Manfred-Eigen-Saal ließ der Initiator, Dr. Ulrich Nauber, die lange Zeit Revue passieren.

27 Ausstellungen mit 30 Künstlern seien seit dem Jahr 2000 in wachsendem Raum verwirklicht worden, so Nauber - die zwei „verlorenen Corona-Jahre“ ausgeklammert. Dazu komme eine Gemeinschaftsausstellung der Kunstakademie aus Göttingens Partnerstadt Torun. Für die Rückschau haben 24 Künstler Werke zur Verfügung gestellt.

Kunst am Göttinger Faßberg: 24 Künstler stellen Werke für die „Glanzlichter“-Rückschau zur Verfügung

Alles habe mit der Anfrage angefangen, ob das Göttinger Institut eine Kunstausstellung für eine Kollegin aus Bonn organisieren könne, erzählt Nauber. Als Kunstliebhaber habe ihn die Aufgabe gereizt, eine Kunstausstellung zu realisieren. Schnell habe sich herausgestellt, dass man eine solche Ausstellung „nicht mal eben aus dem Ärmel schütteln“ könne.

Max-Planck-Campus in Göttingen: Ausstellung zu „20 Jahre Kunst am Fassberg“.
Max-Planck-Campus in Göttingen: Ausstellung zu „20 Jahre Kunst am Fassberg“. © Ute Lwarenz

Neben Öffentlichkeitsarbeit waren Investitionen für Stellwände, Wechselrahmen und mehr nötig. Am 12. Oktober 2000 wurde am Faßberg die Schau von Silke Britzens Werken im damals noch kleinen Foyer und zwei Seminarräumen eröffnet. Die Astrophysikerin aus dem Forscherteam, das 2019 das erste Bild vom Schatten eines Schwarzen Lochs aufnehmen konnte, war wie viele der folgenden Austeller*innen zur Eröffnung der diesjährigen Rückschau gekommen.

Nach dem Anfangsaufwand konnte es laut Nauber nicht bei einer Ausstellung bleiben. Kunst am Fassberg sei als Serie konzipiert. Die Assistentin des Geschäftsführenden Direktors Eva-Maria Hölscher habe anfangs drei Ausstellungen kuratiert, eine davon mit Bildern der ehemaligen Konzertmeisterin des Göttinger Symphonierorchesters, Rusné Mataityté. Im Foyer habe diese (Violine) mit Margrit Julia Zimmermann (Klavier) musiziert.

MPI-Direktor: Prof. Patrick Cramer.
MPI.Direktor: Prof. Patrick Cramer. © Hubert Jelinek

Stets habe Musik eine Rolle gespielt. So führte Nauber nicht allein die Aussteller*innen an, sondern auch die musikalischen Begleiter. Zu den „Glanzlichtern“ spielten Bernd Nawothning (Vibraphon) und Thomas Koch (Kontrabass, Gitarre) ungewöhnliche Eigenkreationen.

Nauber erinnerte an die Verstorbenen. Er dankte allen, die bei den Ausstellungen geholfen hatten. Der designierte Präsident der Max-Planck-Gesellschaft Patrick Cramer wiederum sprach Nauber seinen Dank für „die wunderbare Bereicherung“ aus. Gut gefüllt war das inzwischen geräumige Foyer mit vielen Werken, Menschen und Gesprächen.

Nachfolger für die Organisation von „Kunst an Fassberg“ sind laut Nauber noch nicht benannt, doch es gebe Überlegungen dazu. Sein Wunsch ist, dass die Reihe weitergehen werde.

Die Ausstellung „Glanzlichter - 20 Jahre Kunst am Fassberg“ ist im Foyer des MPI für Multidisziplinäre Naturwissenschaften bis zum 16. November montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 16 Uhr zu sehen. (zul)

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