50 Mitarbeiter wurden evakuiert

Glas mit Salpetersäure fiel herunter: Einsatz in Göttinger Labor

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Einsatz in Chemie-Schutzanzügen: Der Gefahrstoffzug der Göttinger Berufsfeuerwehr rückte in ein Weender Laborgebäude vor. 50 Mitarbeiter mussten evakuiert werden. 

Göttingen. Ein Glas heruntergefallene Salpetersäure sorgte am Freitag in den Nachmittagsstunden für einen Einsatz des Gefahrstoffzuges der Göttinger Berufsfeuerwehr. Laut Polizei wurde eine Mitarbeiterin leicht verletzt.

Die Feuerwehr rückte gegen 15.30 Uhr zu einem Laborgebäude an der Werner-von-Siemens-Straße in Weende aus. In dem Labor für Patientenproben war einer Mitarbeiterin ein Glas mit Salpetersäure heruntergefallen. Dabei traten etwa zweieinhalb Liter der ätzenden Flüssigkeit aus.

Vorsorglich wurde die Mitarbeiterin sofort ins Weender Krankenhaus gebracht. Etwa 50 Mitarbeiter mussten aus dem Gebäude evakuiert werden. Die Einsatzkräfte gingen mit Chemie-Schutzanzügen in das Gebäude. Sie setzten Bindemittel ein, um die Salpetersäure aufzunehmen. Laut Polizei bestand keine Gefahr für die Bevölkerung.

Hintergrund: Salpetersäure ist ätzende Flüssigkeit

Salpetersäure ist laut Online-Lexikon Wikipedia einer der wichtigsten Grundstoffe der chemischen Industrie. Sie dient unter anderem zur Herstellung von Düngemitteln und wird auch in Laboren benötigt. Salpetersäure wirkt auf Haut, Atemwege und Schleimhäute ätzend. Das Einatmen der Dämpfe kann zu einem toxischen Lungenödem führen. Beim Arbeiten mit Salpetersäure sind eine Schutzbrille oder ein Gesichtsschild, geeignete Schutzhandschuhe und ein geschlossener Arbeitskittel zu tragen. Besteht die Gefahr, dass in einem Raum Salpetersäure-Dämpfe oder Stickoxide frei werden, muss ein Atemschutz-Gerät getragen werden.

Glas mit Salpetersäure fiel herunter: Einsatz in Göttinger Labor

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