Gleich zwei Schlangenfunde in Göttingen

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Schlangenexperte: Carsten Schneider aus Ossenfeld. Er hält eines der Fundtiere, eine männliche Ringelnatter, in den Händen.

Göttingen. Zu gleich zwei Schlangenfunden wurde die Göttinger Berufsfeuerwehr am Montagnachmittag alarmiert. Die erste Schlange wurde gegen 15.30 Uhr von Anwohner eines Hauses im Ginsterweg in Weende gemeldet.

Sie hatte sich in das dortige Treppenhaus verirrt. Bei Ankunft der Feuerwehr war die Schlange jedoch zunächst wieder verschwunden, die Tierretter mussten unverrichteter Dinge wieder einrücken.

Der nächste Schlangenfund dann nur wenig später in Grone: Im Elmweg wurde von Bewohnern eine etwa 1,20 Meter lange Schlange auf dem Balkon entdeckt. Hier war die Feuerwehr erfolgreich und konnte das Tier einfangen. Ziel des Transports war Schlangenexperte Carsten Schneider aus Ossenfeld. Er vermutet, dass es sich dem Tier um eine nicht giftige Erdnatter handelt. Diese Tiere sind in Nordamerika beheimatet.

Nachdem die Feuerwehr das Tier abgeliefert hatte, kam ein erneuter Anruf aus dem Ginsterweg. Die erste Schlange wurde wieder gesehen und konnte dieses Mal eingefangen werden. Nach Auskunft des Schlangenexperten handelt es sich hierbei um eine männliche Ringelnatter, die noch relativ jung sei. "Schätzungsweise 1,5 Jahre", so Schneider.

"Die Ringelnatter ist in Deutschland heimisch. Die Haltung oder das Fangen ist verboten, die Tiere stehen unter Artenschutz." Er wird die Natter auswildern - in Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Göttingen.

Der Ossenfelder Schlangenexperte kümmert sich ehrenamtlich um die Schlangen. "Derzeit habe ich 15 Fund-Schlangen zu Hause, die älteste ist 25 Jahre alt", so Schneider "Spenden sind da natürlich immer willkommen."

Wer eine etwa 1,20 Meter lange Natter vermisst, sollte sich bei Carsten Schneider melden: 05502-9995685.

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