Godehardstraße: Ampellösung oder Neubau einer Brücke?

Godehardstraße: Nach dem Brückenabriss gibt es derzeit eine provisorische Fußgängerampel. Foto: bsc

Göttingen. Nach dem Abriss der Fußgängerbrücke über die Godehardstraße in Göttingen favorisiert die Stadtverwaltung eine Fußgängerampel als Dauerlösung. Schulvertreter fordern weiterhin einen Brückenneubau.

Inzwischen steht in der Nähe des Standorts der alten Brücke eine provisorische Fußgängerampel. Vor gut zwei Wochen war die Brücke so stark beschädigt worden, dass sie kurz danach abgerissen werden musste. Sie war von einem Bagger getroffen worden, der auf einem Tieflader transportiert wurde.

Der derzeitige Plan der Stadtverwaltung sieht eine dauerhafte Fußgängerampel für die Godehardstraße vor. Das sagte auch am Donnerstag Stadtbaurat Thomas Dienberg während der Sitzung des Bauausschusses.

Vertreter des Otto-Hahn-Gymnasiums sehen das anders. Sie fordern weiter den Neubau einer Brücke, weil dort viele Schüler in Pulks in kurzer Zeit die Straße für den Sportunterricht überqueren müssten. Schülerin Ricarda Hambloch warb vor den Mitgliedern des Ausschusses für einen Brücken-Neubau. Sie sieht die Gefahr, dass insbesondere jüngere Schüler bei Rot über die Ampel laufen, und es so zu Unfällen kommt. Mit dem Bau einer Brücke werde dafür gesorgt, dass die Schulkinder gefahrlos über die Straße kommen können, sagte die Schülerin, die die Klasse zwölften des Otto-Hahn-Gymnasiums besucht.

Ein Brückneubau wird jedoch von der Stadt insbesondere aus Kostengründen abgelehnt. Christian Henze (SPD), Vorsitzender des Bauausschusses, verwies darauf, dass die Godehardstraße derzeit überdimensioniert ist. Aus Sicht von Stadtbaurat Dienberg ist das Ampel-Provisorium derzeit eine gute Lösung. Er schlägt vor, die Situation in den nächsten Wochen zu beobachten und dann mit den Vertretern der Schule über eine dauerhafte Lösung zu beraten

Dabei soll auch die Verkehrssituation im Verlauf der Godehardstraße zwischen Kreisel Königsallee und Hildebrandstraße überprüft werden. In diesem Zusammenhang wird bei der künftigen Gesamtlösung auch über den Rückbau von Teilen der Godehardstraße von vier auf zwei Fahrspuren sowie ein Tempolimit von 30 km/h nachgedacht.

Stadtbaurat Dienberg machte zudem darauf aufmerksam, dass Göttinger Verkehrsbetriebe Fahrzeitverluste ihrer Busse in diesem Abschnitt beklagen. Derzeit fahren sieben Buslinien über die Godehardstraße.

Über die zukünftige Lösung für die Godehardstraße soll nun zunächst diskutiert werden. Sie soll dann Anfang des kommenden Jahres im Bauausschuss vorgestellt werden. (bsc)

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